Beim Kinderschutzbund Burgdorf gibt es nichts zu holen

Annegret Lange-Kreutzfeld, Projektmanagerin vom Kinderschutzbund Burgdorf, ist erschüttert über den erneuten Einbruch und zeigt die Beschädigungen an den Türen und Rahmen. (Foto: Dana Noll)

Verzweifelung nach erneutem Einbruch und hohem Schaden

BURGDORF (dno). Bereits zum 11. Mal (!) in zehn Jahren wurde beim Kinderschutzbund Burgdorf in der Hannoverschen Neustadt großer Sachschaden durch Einbruch oder Brandlegung verursacht. Entwendet wurden ein geringer Geldbetrag und vor allem drei Computersticks – ein großer ideeller Verlust für den Kinderschutzbund, da sich darauf sämtliche Arbeitsmaterialien befanden.
Die Mitarbeiter der Cafeteria waren geschockt, als sie am Montagmorgen gegen 7 Uhr morgens, die Räumlichkeiten des Kinderschutzbundes in der Hannoverschen Neustadt betraten. Chaos, Verwüstung und Beschädigungen an Türen, Fenstern und Schränken waren sichtbar. Die Täter stiegen durch ein hinteres Fenster ein und versuchten mit massiver Wucht, die abgeschlossenen Innentüren zu öffnen, um in die Büros zu gelangen.
„Wir verstehen das nicht. Hier gibt es nichts zu holen, wir haben kaum Bargeld im Haus“, so die Projektmanagerin vom Kinderschutzbund, Annegret Lange- Kreutzfeld. Doch darauf waren die Täten wohl hauptsächlich aus. Denn Computer oder eine nagelneue Telefonanlage blieben unberührt. Stattdessen nahmen sie noch drei Sticks mit, auf denen sich viele Unterlagen und Arbeitsmaterialien befanden. „Das ist ein großer Verlust für uns“, so Lange- Kreutzfeld bedrückt. Der Ablauf im Kinderschutzbund war am vergangenen Montag massiv gestört. Durch Aufräumarbeiten, den Besuch der Polizei sowie eine nicht funktionierende Telefon- und Computeranlage konnte nicht richtig gearbeitet werden.
Bis auf das vergangene Jahr 2014 wurde in jedem der letzten zehn Jahre hier eingebrochen. Die Eingangstür wurde seitdem verstärkt und Fenster mit Schlössern gesichert. Leider verschafften sich die Täter trotzdem durch massive Gewalt, Zugang zu den Räumlichkeiten. Mittlerweile ist das Chaos wieder beseitigt. Trotzdem bleibt der Sachschaden. „Auf den Kosten bleiben wir sitzen“, so Lange- Kreutzfeld. Denn der Kinderschutzbund hat bei der Versicherung eine hohe Selbstbeteiligung und muss daher für den Schaden selbst aufkommen. „Wir hoffen, auf kooperative Handwerker, die uns unterstützen können“, bittet Lange- Kreutzfeld. Bei den Mitarbeitern bleibt dennoch ein ungutes Gefühl und die Angst, vor einem erneuten Einbruch. „Man fühlt sich unsicher“, so Annegret Lange- Kreutzfeld.