Baugenehmigung in greifbarer Nähe

Für einen kleinen Bereich zwischen Moormühlenweg und Büchwnweg wird ein neuer Bebauungsplan erarbeitet. Auf den großen Grundstücken dürften dann zusätzliche Einfamilienhäuser gebaut werden. (Foto: Franka Haak)
Burgdorf: Krummacher Feld |

Verwaltungsausschuss billigt Entwurf für Bebauungsplan am Moormühlenweg / Abschluss voraussichtlich im Juni

BURGDORF (fh). Die Planung für die Nachverdichtung am westlichen Ortsrand von Heeßel gehen voran. Der Verwaltungsausschuss hat den Entwurf des Bebauungsplans „Krummacher Feld“ jetzt einstimmig gebilligt. Spätestens ab Juni 2018 könnten die Anlieger am Moormühlenweg dann damit beginnen, auf ihren großen Grundstücken zusätzliche Einfamilienhäuser zu bauen. „Ich freue mich, dass das alles so gut geklappt hat“, sagt der Heeßeler Ortsvorsteher Heiko Reißer.
Insgesamt könnten neun zusätzliche Bauplätze entstehen. Der Hintergrund: Durch die sogenannte Nachverdichtung im bestehenden Gebiet soll zusätzliches Wohnraumpotenzial geschaffen werden.
Die Ratspolitiker entscheiden zwar über den Bebauungsplan. Für die Vermarktung von etwaigem Bauland ist die Stadt aber nicht zuständig. „Das ist eine rein private Geschichte“, betont der Burgdorfer Stadtplaner Jan-Hinrich Brinkmann. Die Eigentümer, die auf ihren Grundstücken zusätzlich bauen wollen, tragen auch die Kosten für die Planung selbst. Das hat die Stadt mit ihnen vertraglich vereinbart.
Als nächste Schritte stehen die öffentliche Auslegung und die Beteiligung der Behörden an. Damit hängt auch zusammen, dass der Bebauungsplan eventuell statt wie angedacht im April, erst im Juni in Kraft treten könnte. „Eine Auslegung über Weihnachten ist ungünstig. Wir werden das deshalb voraussichtlich auf Januar schieben“, erklärt Brinkmann.
In den jetzigen Entwurf sind bereits Stellungnahmen eingearbeitet worden, die sich aus einer ersten Abfrage bei den Behörden ergeben haben. So wurde unter anderem aufgenommen, dass der Abfallzweckverband aha die Straße Im Paulsfeld nicht mit den Müllfahrzeugen befahren kann, sodass Anwohner ihre Wertstoffsäcke und Abfallvehälter selbst zur Straße Büchenfeld bringen müssten. Der Naturschutzbeauftragte der Region Hannover fordert außerdem, dass es für Obstbäume, die der Bebauung zum Opfer fallen, Ersatzpflanzungen gibt.
Vor gut zwei Jahren hatte die Stadt Anlieger befragt. Die Eigentümer der am „Moormühlenweg“, „Büchenweg“ und „Im Paulsfeld“ angrenzenden Grundstücke sprachen sich dabei mehrheitlich für eine Bebauungsplanänderung aus. Daraus ergab sich das Planungsgebiet.