Autofahrer werden in Schillerslage mit einem „Smiley begrüßt“

Der Autofahrer war wohl zu schnell unterwegs! Burgdorfs Bürgermeister Alfred Baxmann (v.l.) mit dem Scheck über 6.000 Euro und den Hauptsponsoren Cordula Stein, Mario Gawlik, Wiebke und Arnd Reupke und dem Ortsbürgermeister Schillerslage, Manfred Dunker. (Foto: Dana Noll)

Neue Geschwindigkeitsmessanlage im Dezember errichtet

SCHILLERSLAGE/BURGDORF (dno). Früher führte die B3 direkt durch Schillerslage, um hier den Ort mit Hannover und Celle zu verbinden. Durch die Umgehungsstraße wurde Schillerslage vom Durchgangsverkehr zwar entlastet, dennoch nutzen viele die Strecke, um Burgdorf und das Gewerbegebiet rund um das E-Center zu erreichen. Die erlaubten Tempo 30 werden dabei gerne mal ignoriert.
„Wir als Eltern haben uns da schon Sorgen um die Sicherheit unserer Kinder gemacht“, so Mario Gawlik. Anfang des Jahres kam dann die Idee auf, eine feste Geschwindigkeitsmessanlage in beide Richtungen zu installieren. „Der Wunsch ist in vielen Orten vorhanden, es gibt allerdings nur eine Anlage, die wir reihum in den Ortsteilen abwechselnd einsetzen“, so Burgdorfs Bürgermeister Alfred Baxmann.
Die nötigen finanziellen Mittel von etwa 6.000 Euro wurden dann mit Hilfe von Sponsoren aufgebracht. „In Schillerslage klappt das wirklich gut. Wir sind bei allen Veranstaltungen hier im Ort mit der Spendendose unterwegs gewesen“, so der Ortsbürgermeister von Schillerslage, Manfred Dunker.
Den „Löwenanteil“ stifteten die Firma I-CON mit seinem Geschäftsführer und Initiator Mario Gawlik, die Landwirte Familie Wiebke und Arnd Reupke sowie die Firma Stein. „Wir begrüßen diese Initiative. Es drückt diesen besonderen Gemeinschaftssinn hier in Schillerslage aus“, so Baxmann.
Seit Dezember ist die Anlage nun in Betrieb. Autofahrer werden nun mit einem „Lächeln“ begrüßt, wenn sie die erlaubten 30-Stunden-Kilometer nicht überschreiten. Ansonsten gibt es einen „traurigen Smiley“ ganz in rot, dann heißt es, vom Gas gehen! „Diese Anlagen haben schon eine pädagogische Wirkung. Wir haben festgestellt, dass die Autofahrer schon abbremsen, um einen grünen Smiley zu bekommen“, so Baxmann.
„Wir erhoffen uns damit eine deutliche Erhöhung der Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern“, fügt Dunker hinzu.