Ausstellung zeigt den internationalen Charakter der Stadt Burgdorf

Handballprofi Adam Weiner erzählt am Sonntag, 18. März, interessante Geschichten aus seinem Leben. (Foto: SMB)

Großes Beiprogramm zu „BURGDORF INTERNATIONAL- Wir sind Burgdorf“

BURGDORF (r/jk). Seit dem heutigen Sonnabend ist in der KulturWerkStadt (Poststraße 2) die Ausstellung „BURGDORF INTERNATIONAL – Wir sind Burgdorf“ zu sehen. Stadtmarketing Burgdorf (SMB), der VVV und die Stadt Burgdorf zeigen das Gemeinschaftsprojekt bis zum 29. April. Es gehört zu den Höhepunkten des Themenjahrs „BURGDORF INTERNATIONAL“, das den kosmopolitischen Charakter der Stadt in den Mittelpunkt stellt.
Die Ausstellung beleuchtet in 19 Portraits den Lebensweg ausländischer Mitbürger, die sich aus beruflichen oder privaten Gründen in Burgdorf niederließen. Sie stehen stellvertretend für über 1600 Einwohner mit ausländischem Hintergrund, die aus 94 Herkunftsländern stammen und sich in der Stadt eine neue Existenzgrundlage geschaffen haben.
Ein großes Beiprogramm begleitet die Ausstellung, bei dem sich die KulturWerkStadt in eine multinationale Begegnungsstätte und ein Kontaktforum für alle Nationen in Burgdorf verwandelt. Die Bandbreite umfasst Vorträge über die Landeskultur der vertretenen Herkunftsländer, Musikdarbietungen und kulinarische Probieraktionen mit landestypischen Köstlichkeiten. Die von den Ausstellungsbeteiligten gestalteten Aktionstage finden an den Wochenenden in der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr in der KulturWerkStadt statt. Den Anfang macht die Seminarfachgruppe des Gymnasiums Burgdorf, die am Sonnabend und Sonntag, 3. und 4. März, in einer Sonderausstellung ihre Dokumentation zur nationalen und kulturellen Identität der gymnasialen Schülerschaft vorstellt.

Italienisches Wochenende
Die italienische Gruppe um Laura Dalla Libera und Salvatore Tomasello lädt am Sonnabend und Sonntag, 10. und 11. März, zu einem Wochenende „all'italiana“ ein. Eine Bauta, eine beliebte Figur des venezianischen Karnevals, empfängt die Besucher in der von verführerischem Espressoduft erfüllten KulturWerkStadt. Kulinarische Spezialitäten aus den Regionen Venetien, Ligurien, Sizilien, Kalabrien und Apulien verwöhnen den Gaumen der Gäste. Denn Liebe - in diesem Fall die Liebe zu Italien und seiner Kultur - geht bekanntlich durch den Magen. Vor der Haustür wartet der Eismann mit seinem Wagen auf die jüngeren Besucher. Darüber hinaus präsentieren die Gastgeber ihre Heimatorte am Stiefel Europas in einer Diaschau, untermalt von typisch italienischer Musik.

Geschichten eines Handballers
Interessante Geschichten aus seinem bisherigen Leben hat der aus der Nähe von Danzig stammende Handballprofi Adam Weiner am Sonntag, 18. März, zu erzählen. Er repräsentiert sein Heimatland Polen. Seit vielen Jahren als Handball-Torhüter aktiv, steht er nun im Tor der TSV Hannover-Burgdorf. Er berichtet von seinen Erfahrungen als Profisportler und gibt um 14.00 Uhr Autogramme.

Persisches Neujahrsfest
Im persischen Kulturkreis feiern die Menschen das diesjährige Neujahrsfest am 20. und 21. März. Passend dazu laden die gebürtige Iranerin Anahita Haeber und ihre Freunde vom persischen Café Ivette am Sonnabend und Sonntag, 24. und 25. März, zur Neujahrszeremonie des „Tisch legens“ ein, bei der die Gäste mit persischem Tee und Süßigkeiten empfangen werden. Rosemarie Gerami Manesch informiert an beiden Tagen in zwei Bildervorträgen über den Iran. In ihrem Mittelpunkt stehen folgende Landstriche und Städte des Landes: „Von Teheran in den grünen Norden am Kaspischen Meer“ (Sonnabend, 24. März, 15.00 Uhr), „Die Wüstenstadt Yazd“ (16.00 Uhr), und „Die Golf-Region im Süden Irans und ein Rundgang durch die Stadt Schiraz und die Ruinen von Persepolis“ (Sonntag, 25. März, 15.00 Uhr), „Ein Besuch bei den Bakhtiar-Nomaden und ein Spaziergang durch die schöne Stadt Isfahan“ (16.00 Uhr).

Kurden stellen sich vor
Die kurdischen Mitglieder des 2003 eingerichteten Nachbarschaftstreffs am Ostlandring stellen sich am Sonnabend, 31. März, vor. Der offene Treffpunkt in der Südstadt ist allen aus dem Ausland stammenden Einwohnern zum gemeinsamen Gedankenaustausch, zur Unterstützung des Einlebens in der Stadt und zum Vertiefen der Sprachkenntnisse zugänglich. Viele kurdische Einwohner treffen sich dort regelmäßig und nehmen das Betreuungsangebot von Sozialpädagogin Barbara Martens wahr. Zusammen mit ihr und Pastor i.R. Rudolf Bembenneck laden sie zu einem kurdischen Nachmittag in der KulturWerkStadt ein, bei dem sie den Besuchern charakteristische Elemente ihres Kulturlebens vorstellen. Schmackhafte, in den Essgebräuchen der Kurden tief verwurzelte Gerichte und Getränke runden den Einblick ab, dem sich auch eine musikalische Einlage anschließt.

Litauens Schönheiten
Der Sonntag, 1. April, steht im Zeichen Litauens, dessen Hauptstadt Vilnius auch als „Rom des Ostens“ gilt und eine der ältesten Universitätsstädte Europas ist. Der baltische und bis 1990 zu Russland gehörende Staat trat 2004 der EU bei. Impressionen der beeindruckenden Schönheiten des Landes und seiner Kulturgüter zeigt das litauische Ehepaar Ieva und Andrius Stelmokas. Den Besuchern servieren sie landestypischen Baumkuchen und urtypisch litauischen Kaffee, die zu den schon rituellen Bestandteilen einer nachmittäglichen Kaffeetafel gehören. Anzuschauen gibt es kunsthandwerkliche Handarbeiten, darunter stilvolle verzierte Ostereier und bestickte Tischwäsche. Besondere Geschicklichkeit in der Kunst des Stickens und Nähens gehört zu der Fertigung der Landestrachten, die mehrere Kinder den Gästen vorstellen. Informationen des litauischen Landeskulturvereins komplettieren den Aktionstag.

Ostermontag: Griechenland
Am Karfreitag, 6. April, Ostersonntag, 8. April und Ostermontag, 9. April, ist die KulturWerkStadt zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Nur am Ostersonnabend bleibt sie geschlossen. Das Gymnasium Burgdorf stellt am Karfreitag und Ostersonntag ein weiteres Mal seine Dokumentation über die multinationale Zusammensetzung seiner Schülerschaft vor. Der Ostermontag ist Griechenland gewidmet. Jean Martsekis und seine Landsleute zeigen, dass das Land neben seiner momentan in den Vordergrund gerückten Finanzkrise einen faszinierenden Kulturreichtum zu bieten hat, über den Loukas Lymberopoulas einen kenntnisreichen Vortrag hält. Kleine kulinarische Leckerbissen kommen von Spiridon Kailoglou und seinem Lokal „Athen“.

Musikalische Einlagen
Afrikanisches Flair umgibt die KulturWerkStadt am Sonnabend und Sonntag, 14. und 15. April: Seyba Oumar Coulibaly und Rüdiger Zach stellen den Freundeskreis Mali vor. Der den Besuchern kredenzte malinesische Tee und delikate Süßkartoffeln geben einen geschmackvollen Eindruck von den traditionellen Tafelgewohnheiten der Einwohner. Was sich hinter malinesischen Begriffen wie „Timbuctu“ und „Tuaregg“ verbirgt, erfahren die Gäste neben vielen anderen Informationen über das Land, das 1960 seine Unabhängigkeit von Frankreich erlangte. Ein akustischer Ohrenschmaus sind die musikalischen Einlagen, bei denen die Gäste mit dem entspannt ruhigen Fluss afrikanischer Musik aus Mali umschmeichelt werden. Einsichten in die täglichen Lebensverhältnisse des westafrikanischen Staates geben die beiden Bildervorträge „Der Verkehr in Mali“ (Sonnabend und Sonntag um 15.00 Uhr) und die „Kinder in Mali“ (Sonnabend und Sonntag um 15.00 Uhr).

„Queens Birthday“
„Very British“ geht es am Sonnabend und Sonntag, 21. und 22. April, zu. Christoph Barclay-Steuart und seine englischen Freunde feiern mit den Besuchern den „Queens Birthday“. Sie laden zu einer „Teaparty“ ein, bei der sie im zwanglosen Gespräch über die kulturellen Eigenheiten des Landes informieren und die einzelnen britischen Landesteile vorstellen. In einer Vernissage mit Bildern und Fotos von Anna Hayes sind die vielfältigen Schattierungen der Landschaften des Königreiches und bedeutende Kulturstätten des Landes zu sehen.

Türkischer Treffpunkt
Zum Abschluss des Beiprogramms ist die KulturWerkStadt am 28. und 29. April Treffpunkt für alle Freunde der Türkei. In türkische Landestrachten gekleidete Kinder begrüßen die Gäste. Die beiden Gastgeber Ahmet Kuyucu und Haluk Seyhanoglu stellen traditionsreiche Sehenswürdigkeiten des Landes vor. Aromatischer türkischer Tee und kleine Delikatessen huldigen dem Geschmackssinn.