Auf alten und neuen Spuren durch Hinterpommern

Ernie Meyer zeigt neuen Reisebericht in Hänigsen

HÄNIGSEN (r/jk). Auf den Spuren von Reichskanzler Otto von Bismarck, Altkanzler Helmut Schmidt und Marion Gräfin Dönhoff durch das alte Hinterpommern. Die Burgdorfer Landfrauen und Gäste werden am Mittwoch, 9. April, ab 19.00 Uhr im Sandkrug Hänigsen in der von Ernie Meyer live kommentierten Reisereportage durch wunderbare Landschaften und verträumte Dörfer Hinterpommerns mitgenommen.
Auf einer nostalgischen Exkursion mit Auto, Pferd, Kutsche und Wanderschuhen kommen die Zuschauer durch bekannte Städte, wie Stettin, Kolberg und Stolp. Aber auch durch unbekannte verträumte Dörfer wie Varzin, Rügenwaldermünde, Wusterwitz, Kusserow und Klucken. Vorbei an den alten Schlössern und Gütern der Bismarcks, Zitzewitz, Podewills und wie sie alle heißen. Dann reiten die Gäste der Show hoch zu Pferde zum Bismarckschloß nach Varzin. Das alte Schloss und die ganze Anlage von Varzin – heute sehr schön restauriert – war auch einer der wesentlichen Orte auf dem Fluchtweg von Marion Gräfin Dönhoff.
In der Stadt Schlawe – heute Slawno – nimmt das Publikum teil am 20-jährigen Partnerschaftstreffen mit dem Verein für Städtepartnerschaften e.V. der deutschen Stadt Rinteln. Dann sind die Pommernfreunde zu Gast bei Detlef Rach – einem echten Stolper Jungchen. Er ist Vorsitzender vom Stolper Bund der Bevölkerung Deutscher Abstammung Stolp in Pommern. Anschließend werden polnische Familien besucht, die – wie viele mittlerweile – ein ganz herzliches Verhältnis zu den früheren deutschen Besitzern ihrer Häuser haben.
Einladend ist es, das Hinterpommersche Land: Herrliche Sandstrände und einzigartige Dünenlandschaften schmücken die Ostseeküste zwischen Stettiner Haff und Danziger Bucht. Weiter geht es durch ausgedehnte Wälder, malerische Flußläufe, liebenswerte Dörfer mit anmutigen Kirchen, Feldern und Auen, kleine Fischerdörfer, traditionsreiche Badeorte und historische Städte. Die Schlösser der Pommerschen Herzöge, alte Gutshäuser und gotische Backsteinkirchen formen das Land zwischen Oder und Weichsel.
Eine Landschaft, in der sich nicht nur Otto von Bismarck in Varzin oder ein Max Schmeling mehr als wohl fühlten. Auch Altkanzler Helmut Schmidt gefällt Hinterpommern, er kommt öfter hierher. Der Altkanzler hat in dem kleinen Ort Külz bei Naugard sogar die Eröffnungsrede anlässlich der Einweihungsfeier der Deutsch/Polnischen Begegnungsstätte – die sich in einem wunderbar restaurierten Gutshaus der Familie Bismarck befindet – gehalten.
Beschaulichkeit wohin man blickt. Wasserfälle wären zu laut für diese Landschaft, hohe Berge würden dem weiten Horizont im Wege stehen. Stille gehört so selbstverständlich zu Hinterpommern, dass darüber kein Wort zu verlieren ist. Wenn bei Tagesanbruch die Störche auf dem Scheunendach die Schläfer wachklappern, nun ja, ist es laut, aber es stört nicht.
Auch gibt es kaum einen anderen Landstrich, der so geprägt ist von Alleen. Hundertjährige Eichen, Eschen und Linden begleiten die Straßen tunnelartig von Dorf zu Dorf, durchqueren riesige gelbe Rapsfelder, grüne Getreidefelder und verschwinden hinter sanften Hügeln. Hinterpommern ist daher auch ein wahres Paradies für Reiter und Fahrradfahrer.
Gäste sind herzlich willkommen