Assistenzhunde sind helfende Freunde fürs Leben

Assistenzhündin „Cayenne“, Nicole Brunner und Johannes „Hannes“ May (v.r.) waren zur Diakonie-Jugendwerkstatt nach Burgdorf gekommen, um von Detlev Abeling (Samurai/Computertreff), Rieke Kauer, Sabine Krafft-Bode (v.l.) und ihren fleißigen Helfer/innen die gesammelten Plastikflaschendeckel abzuholen. (Foto: Georg Bosse)

Diakonie-Jugendwerkstatt unterstützt „Plastikflaschendeckel-Sammelaktion“

BURGDORF (gb). Ein Assistenzhund ist eine „Hilfe auf 4 Pfoten“, die so ausgesucht und ausgebildet ist, um Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen bei der häufig erschwerten Bewältigung des Alltags zu unterstützen. Nicole Brunner aus Wunstorf ist eine Frau, die sich bei ihrem Leben im Rollstuhl auf die Hilfe ihrer vierbeinigen Freundin „Cayenne“ getrost verlassen kann.
„Cayenne“ ist ein Golden Retriever und Französin. Sie hat bei dem Verein Handi´Chiens in Frankreich, einer der besten Assistenzhundeschulen Europas, eine gut zweijährige, hochwertige Ausbildung absolviert. Handi´Chiens hat seit seiner Gründung rund 2.500 Assistenzhunde ausgebildet. Seit 1997 sind 15 ausgebildete Assistenzhunde „ausgewandert“ und haben in Deutschland Herrchen und Frauchen gefunden, die sich seitdem nicht mehr missen möchten. Zu den Aufgaben von „Cayenne“ und anderen Assistenzhunden gehört beispielsweise das Aufheben von Gegenständen, das Herbeibringen von Gehhilfen, Telefon, etc. sowie das Ausräumen von Waschmaschinen.
Gemeinsam mit Johannes „Hannes“ May und anderen rief Nicole Brunner vor etwa fünf Jahren den „Assistenzhunde Deutschland e.V.“ ins Leben. Um auch anderen mobilitätseingeschränkten Menschen in der Bundesrepublik ein neues Lebensgefühl durch die Vermittlung von Assistenzhunden aus Frankreich zu geben, kamen sie auf die schöne Idee, das Projekt „Plastikflaschendeckel-Sammelaktion“ zu starten, um so Gelder für Assistenzhunde von Handi´Chiens zu generieren. „Leider gibt es in Deutschland für Assistenzhunde keine Kostenträger. Deshalb müssen die finanziellen Mittel für die rund 14.000 Euro teure Ausbildung über Spenden und Sponsoren eingeworben werden“, weiß Nicole Brunner. Oder über eine Inspiration, die ebenso großartig wie umweltfreundlich ist - das Sammeln von Plastikverschlüssen an Getränkeflaschen, die in großen Mengen dem Verein „Assistenzhunde Deutschland“ von einem Recyclingunternehmen gegen Tagespreise abgenommen und einer weiteren Verwendung zugeführt werden. So bleibt der Umwelt eine Menge Plastikmüll erspart und kann mit dem Erlös „Cayenne“ & Co. finanziert und an ausgesuchte Bewerber/innen in Deutschland vermittelt werden.
„Dieses nachhaltige Engagement hat uns dermaßen überzeugt, dass wir uns als örtliche Sammelstelle für die Plastikflaschendeckel angeboten haben“, erklären die Dipol-Sozialpädagoginnen Sabine Krafft-Bode und Rieke Kauer von der Burgdorfer Diakonie-Jugendwerkstatt. Am Standort „Drei Eichen 5“ ist eine grüne, 210 Liter-Plastiktonne frei zugänglich, in die die Burgdorfer/innen ihre gesammelten Plastikdeckel hineingeben können. Aber auch Tüten mit gesammelten „Stöpseln“ können dort abgegeben werden. Zu den fleißigen Sammlern und Spendern der Auestadt gehört unter anderen bereits der VVV-Computertreff.
Weitere Informationen zur langfristigen Sammelaktion von „Assistenzhunde Deutschland“ gibt es von Sabine Krafft-Bode und Rieke Kauer persönlich oder unter der Telefonnummer: (05136) 80 05 49.
Die Kontaktdaten des Vereins in Wunstorf lauten: Email: Assistenzhunde@web.de und Telefon: (05031) 99 12 77. Einmalige oder regelmäßige Geldspenden an die mildtätige und förderungswürdige Körperschaft bitte an IBAN: DE63 2515 2490 0041 0417 65, BIC: NOLADE21WST.