Artenschutz vor der Haustür

Die langen Wurzeln der kleinen Bäume waren nur im Teamwork zu bezwingen.

NABU-Aktion am Biotop zwischen Immensen und Burgdorf

BURGDORF/IMMENSEN (dno). Mit einer großen Tasse heißen Kakao und einem belegten Brötchen vom "Froschbuffet" wurde sich nach dem Einsatz gestärkt. Das hatten sich die etwa 40 großen und vor allem kleinen Helfer/innen bei dem ungemütlichen Herbstwetter auch verdient.
Zu der alljährlichen Aktion "90 Minuten für den Laubfrosch" lud die NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze bereits zum 5. Mal zum Biotoppflegeeinsatz am NABU-Teich zwischen Immensen und Burgdorf ein. Nachdem im vergangenen Jahr der vordere Teil des Doppel-Teiches gesäubert wurde, war nun der hintere Bereich an der Reihe.
Um das Teichbiotop für Laubfrosch, Kreuzkröte und Bergmolch zu erhalten, müssen die dort wachsenden Bäume wie Kiefern und Weiden „eingedämmt“ werden, damit sie das Wasser nicht beschatten. "Denn nur wenn sich das Wasser im Frühjahr schnell erwärmen kann, können sich die Amphibien erfolgreich fortpflanzen", erklärte Hans-Jürgen Sessner, NABU-Jugendwart.
Dafür mussten unzählige kleine und auch größere Bäumchen herausgezogen werden. Da war bei einigen hartnäckigen Wurzeln nicht nur ordentlich Muskelkraft sondern Teamwork gefragt.
Besonders aktiv zeigten sich wieder die Kinder und allen voran die NABU-Kindergruppe „Die Naturforscher“, die eine Patenschaft für diesen Amphibienbiotop übernommen haben, um den vom Aussterben bedrohten Laubfrosch zu retten.
"Dieser war in der Gegend um Burgdorf und Uetze fast ausgestorben", so Sessner, "Mit dieser Aktion schaffen wir wieder optimale Lebensbedingungen für den Laubfrosch."
Der Biotop wurde neben zahlreichen anderen Teichen in der Region als Ausgleichsmaßnahme für die Umgehungsstraße angelegt. "Die meisten sind heute aber zugewachsen", erklärt Sessner. Die NABU hat in dem Zuge sowohl diesen auch als auch einen Biotop in Schillerslage übernommen. "Den Einsatz mit Kindern machen wir allerdings nur hier in Burgdorf/Immensen, da hier der Boden eher sandig ist und daher für die Kleinen gut geeignet zum mithelfen. In Schillerslage sind eher Erwachsene am Start, da brauchen wir auch größere Gerätschaften zur Pflege", erklärt der Kindergruppenleiter.