Andreas Toba war Ehrengast beim RSE-Grünkohlessen

Jürgen Stern mit Ehrengast Andreas Toba. (Foto: kd)
 
Uwe Fahse (J SAFRA SARASIN Bank), Klaus Sterthues (R + S), Andreas Toba, Jürgen Wache (Hannoversche Volksbank) und Dr. Karl-Heinz Vehling (Heeßel) (v.l.). (Foto: kd)

128 Sponsoren wurden verwöhnt und von den „Platzwarten“ unterhalten

EHLERSHAUSEN (kd). Es ist inzwischen schon guter Brauch geworden, dass der SV Ramlingen/Ehlershausen mit einer Veranstaltung aufhorchen lässt, bei der neben sportlichen Dingen das gemütliche Beisammensein im Vordergrund steht. So hatte auch in diesem Jahr der Freundeskreis des SV Ramlingen/Ehlershausen mit seinem Vorsitzenden Jürgen Stern eingeladen und zahlreiche Sponsoren kamen auch zum traditionellen Grünkohlessen, das am Freitagabend im Gasthaus Bähre in Ehlershausen stattfand.
„Es war wieder beeindruckend, wie viele Anmeldungen uns auch wieder in diesem Jahr erreicht haben“, stellte Jürgen Stern mit Freude fest, der 14 neue Sponsoren begrüßen konnte, die nahezu alle auch zu der Veranstaltung erschienen waren.
Das diesjährige Treffen stand unter dem Motto Grünkohl, Fußball und der „Platzwart“, wobei der RSE-Vorsitzende in seinen Begrüßungsworten das Geheimnis lüftete, was bei den auf den Tischen ausgelegten Gästelisten zuvor für Rätselraten sorgte, wer sich hinter dem Ehrengast A.T. verbergen würde, dessen Name dann Jürgen Stern den 128 erschienenen Gäste mit dem Olympia-Turnstar von Rio mit Andreas Toba preisgab.
Der früher in Adelheidsdorf und nun in Hannover lebende Turner war auf Initiative seines Sponsors Klaus Sterthues (Deutsche R + S) zu der Veranstaltung erschienen und ließ sich im Gespräch mit Jürgen Stern viele Geheimnisse entlocken, die bei den anwesenden Gästen viel Beifall hervorriefen. Erst recht, als der RSE-Vorsitzende die Tafelrunde wissen ließ, dass der 26-jährige Turnstar sich spontan entschlossen hatte, als neues Mitglied dem SV Ramlingen/Ehlershausen beizutreten.
Andreas Toba ließ in dem Gespräch noch einmal die Ereignisse der olympischen Spiele in Rio Revue passieren, als er sich im Mannschaftsfinale im Bodenturnen bei der Landung einen Kreuzbandriss zuzog. „Ich hätte mir immer Vorwürfe gemacht, wenn ich die anschließende Übung am Pferd nicht mehr geturnt hätte. Dann wäre meine Mannschaft nicht ins Mannschaftsfinale gekommen. Deshalb war für mich klar, dass ich trotz der schweren Verletzung meine Übung zu Ende turnen würde“, verriet Deutschlands bester Turner noch einmal unter dem donnernden Applaus der Gäste.
Andreas Toba gab auch zu, dass sich die finanzielle Unterstützung durch Sponsoren mit Werbeverträgen in Grenzen hält und keineswegs mit den Einkünften der Fußballprofis zu vergleichen ist. Daher nahm Jürgen Stern die Gelegenheit wahr, um für Andreas Toba bei der Verleihung des Publikumspreises bei der Bambi-Verleihung zu werben, für die der Olympia-Held vorgeschlagen ist. Unter der Telefonnummer 01371/366004 kann für den Olympia-Helden abgestimmt werden.
So sehr Jürgen Stern die Freude über das Gespräch mit Andreas Toba anzumerken war, um so mehr ging der Vorsitzende des SV Ramlingen/Ehlershausen mit dem DFB und der Deutschen Fußball-Liga (DFL) ins Gericht. „Die Profivereine bekommen immer mehr von den hohen Fernseheinnahmen und geben nichts nach unten weiter“, klagte der RSE-Chef. „Dagegen leben die Amateurverein von der Hand in den Mund. Bei 120 Zuschauern, die wir leider bei unseren Heimspielen häufig begrüßen können, reichen die Kosten nicht einmal aus, um den Schiedsrichter zu bezahlen. Daher ist die Unterstützung durch Sponsoren für uns lebensnotwendig.“
Dem aktuellen Bericht von Trainer Kurt Becker über die sportlichen Erfolge des RSE mit elf Nachwuchsmannschaften, die alle von lizenzierten Trainern gecoacht werden, bis hin zu den erfolgreichen Herrenmannschaften mit der 3. Mannschaft (2. Kreisklasse), II. Mannschaft (Bezirksliga) und I. Herren (Landesliga) schloss sich dann der über zwanzig Minuten dauernde Vortrag der durch die HAZ-Kolumne bekannten Autoren der Platzwarte Uwe Janssen und Bruno Brauer an, die sich zur Freude der anwesenden Gäste mit feiner Ironie ausgiebig mit den aktuellen Ereignissen bei Hannover 96 beschäftigten.
So fragten sich die Platzwarte, wie es 96-Trainer Daniel Stendel, dessen Lieblingswort „nichtsdestotrotz“ sei, geschafft habe, Felix Klaus wieder zum Laufen zu bringen? Auch die frühen Anstoßzeiten in der 2. Liga waren genau so ein Thema, wie der Umstand des Schlafzustandes des Senegalesen und 96-Stars Salif Sanè, der bei offenem Transferfenster unter Schlafstörungen leide. Erfreulich verlief für den Klub auch die Verlosung von zwei von der Continental zur Verfügung gestellten VIP-Karten für das am 15. September stattfindende Konzert von Helene Fischer, für die Klaus Sterhues und Reiner Meldau den Zuschlag erhielten. Für die Jugendabteilung des RSE kam damit immerhin ein Betrag von über 1.000 Euro zustande.
Klaus Volkmann aus Burgdorf und Heike Hilmer-Börner aus Hannover durften sich über VIP Karten für das Spiel von Hannover 96 gegen Erzgebirge Aue freuen, während Ingelore Albrecht aus Ehlershausen als VIP-Gast mit zwei Karten bei den Handballern der „Recken“ zu Gast ist. Über kostenlose Eintrittskarten zu Spielen von Hannover 96 und bei den Handballern gegen Erlangen dürfen sich Klaus Eggers, Axel Pahl und Marcel Meißner (alle aus Hannover) freuen. Genau so wie Werner Kessel aus Ehlershausen, der zwei Handballkarten für ein Heimspiel der „Recken“ gewann. Buchpreise („Diese 1 Sekunde“) gewannen Michael Danzfuß, Alf Miener, Bernd Albers und Reinhold Fanz.