Als Seife noch Luxus war

BURGDORF (bs). Für die jüngsten Besucher der Ausstellung „Hier geblieben – Flüchtlinge und Vertriebene in der Nachkriegszeit in Burgdorf“ gibt es am Samstag und Sonntag, 17. und 18. August, eine kurzweilige Mitmachaktion im Stadtmuseum (Schmiedestraße 6).
VVV-Museumspädagogin Anke Gehrke weiht die Teilnehmer (ab sechs Jahren) in die Kunst der individuellen Seifenherstellung ein und gestaltet mit ihnen unter der Beigabe von Kräutern, Duftzusätzen und diverser Farbkombinationen unterschiedlichste Seifenformate zum Mitnehmen.
Die Aktion erinnert darin, dass Seifenprodukte als Hygieneartikel in den Mangelzeiten nach 1945 ein begehrtes Luxusgut waren und oft auch als Tauschware dienten. Bei wem alte Seifenreste zuhause lagern, kann diese zur Weiterverarbeitung mitbringen. Das Seifenexperiment beginnt um 14.00 Uhr. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Die Eltern können unterdessen zu einem Rundgang durch die Ausstellung aufbrechen und am Sonntag um 14.30 Uhr den Vortrag von Manuela Diers über die Vertreibung ihrer Urgroßeltern verfolgen. An beiden Tagen ist das Stadtmuseum von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.