Als „Jungen“ gekommen, als „Herren“ gegangen

Die Freisprechungsfeier der Maler- und Lackiererinnung in Burgdorf: v.l. Lehrerin BBS Kerstin Bender, Geselle André Lübbecke, Lehrerin BBS Friderike Kindling, Lehrlingswart Stefan Schwenzitzki, Geselle Patrick Daniel Erb, Obermeister Maler- und Lackiererinnung Thomas Jüngst, Willi Jarzombek, Stefan Grimsehl und André Simon. (Foto: Dana Noll)

André Lübbecke und Patrick Daniel Erb bekamen ihre Gesellenbriefe

BURGDORF (dno). Mit nur zwei Gesellen verzeichnet die Maler- und Lackiererinnung in Burgdorf in diesem Jahr nur einen geringen Zuwachs. Dennoch, André Lübbecke aus der Wedemark und Patrick Daniel Erb aus Garbsen waren umso stolzer, nach drei Jahren Lehrzeit endlich ihren Gesellenbrief in den Händen halten zu können.
„Ihr hattet viel Mühen, habt euch aber auch viel Mühe gegeben und die Prüfungen mit Bravour abgelegt“, so Obermeister der Maler- und Lackiererinnung Thomas Jüngst. In einer kleinen, gemütlichen Runde fand im Haus des Handwerks in Burgdorf bei Sekt und Selters die Freisprechungsfeier statt. Neben den Familien waren auch die Lehrerinnen von der BBS Neustadt Friderike Kindling und Kerstin Bender sowie Lehrlingswart Stefan Schwenzitzki sowie die betrieblichen Ausbilder vor Ort.
„Ich bin froh, es geschafft zu haben“, so André Lübbecke, der bereits mit 15 Jahren in die Lehre ging. „Es war nicht immer einfach, aber wir sind stolz, dass er durchgehalten hat“, so die Eltern. Auch Ausbilder Stefan Grimsehl aus der Wedemark ist zufrieden: „Für die jungen Menschen ist es eine Belastung, die sie so noch nicht kennen, das ist nicht immer leicht!“ Als kleine Aufmerksamkeit überreichte er seinem Gesellen Malerlineal, Malstock und Strichzieher und wünschte ihm, „immer die richtige Farbe auf dem Pinsel!“
„Bei unserem Beruf ist es schön, am Ende zu sehen, was man geschafft hat“, so Patrick Daniel Erb. Er absolvierte seine Lehre bei Willi Jarzombek vom Malerfachbetrieb Simon & Jarzombek GmbH in Garbsen und freute sich, bereits zum 1. August einen Arbeitsplatz antreten zu können.
„Es beginnt nun wieder eine neuer Lebensabschnitt. Bildet euch stetig weiter, denn Fachkräfte und Meister werden dringend gebraucht“, so Lehrlingswart Stefan Schwenzitzki. Und Lehrerin Friderike Kindling ergänzte: „Aus euch sind tolle Handwerker geworden, auch wenn der Start etwas holperig war!“
Als „letzte Amtshandlung“ gab es dann endlich die Gesellenbriefe und Zeugnisse und die ehemaligen Jungen wurden als „Herren“ entlassen. „Im nächsten Jahr werden wir wieder mehr Lehrlinge haben, etwa 25 und davon sogar ein Drittel Mädchen“, so Kindling.