Als der Wilde Westen wirklich noch wild war

Auf gesattelten Pferden fanden in Nordamerika zur Zeit der Besiedlung durch europäische Einwanderer häufig konfliktbeladene Begegnungen mit den verschiedenen Stämmen der „First Nations“ statt. (Foto: Georg Bosse)

Neue Ausstellung der Buckskinners Otze im Burgdorfer Stadtmuseum

BURGDORF/OTZE (gb). Anlässlich der Gründung der Buckskinners Otze im Jahr 1975 (vorm. Wells Fargo-Club) ist am vergangenen Samstag die sehr lebendige Ausstellung „Indianer, Trapper und Pioniere - 40 Jahre Buckskinners Otze“ im Burgdorfer Stadtmuseum (Schmiedestraße 6) von Bürgermeister Alfred Baxmann offiziell eröffnet worden. Die Schau, die sich äußerst realitätsnah den mühseligen Schicksalen der europäischen Einwanderer sowie den in ihrem angestammten Lebensraum unter Existenzdruck geratenen indianischen Ureinwohnern des nordamerikanischen Kontinents widmet, ist noch bis Sonntag, 1. Februar 2015, zu erleben.
Der Club, der im kommenden Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiern kann, hat derzeit über 30 Mitglieder, die sich für ihr Hobby in der Freizeit der „Living History“ der Siedler und Indianer in der Zeitspanne von 1750 bis etwa 1850 hingeben. „Als Kind habe ich Cowboy- und Indianerfiguren gesammelt. Und vielleicht hat auch die Lektüre von Karl Mays „Der Schatz im Silbersee“ dazu beigetragen, dass ich mich dann diesem Steckenpferd verschrieben habe“, erzählt der langjährige Buckskinners-Vorsitzende Jochen Lahmann.
„Indianer, Trapper und Pioniere - 40 Jahre Buckskinners Otze“ hat als ein Schwerpunktthema die „Grassodenhütten“ und begleitet dabei die Besucher in die Jahre nach 1860, als diese überaus kargen Unterkünfte für die Siedler, Pioniere und Trapper in der gänzlich baumlosen Prärie hinter den Strömen Missouri und Mississippi wichtigen Schutz und Landansprüche bedeuteten. „Erst 1910 wuchsen dort Bäume, die die Siedler seinerzeit gepflanzt hatten“, wusste Lahmann zu berichten.
Zu den absolut sehenswerten Exponaten gehören indianische Lederbekleidung, Federschmuck und ein Tipi, dazu Waffen und weitere Alltags- und Ausrüstungsgegenstände aus der Epoche, als der Wilde Westen der „neuen Welt“ wirklich noch wild war.
Das Burgdorfer Stadtmuseum ist bis Ausstellungsende bei freiem Eintritt samstags und sonntags von 14.00 bis 17.00 geöffnet. Für interessierte Gruppen und Vereine besteht die Möglichkeit einer Führung unter der Woche, die allerdings bei VVV-Geschäftsführer Gerhard Bleich unter der Telefonnummer: (05136) 18 62 angemeldet werden sollte.