Albert-Schweitzer-Schule wird "Ressourcen-Schule"

Sonja Eikmeier von der Verbraucherzentrale Nordrhein/Westfalen übergab die Auszeichnung an die Klimadetektive.

Umweltschutz wird in der Grundschule gelebt

VON DANA NOLL

LEHRTE. Wie man im Schulalltag Umwelt und Ressourcen schont und gleichzeitig Kinder für den Naturschutz begeistert, zeigte die Albert-Schweitzer-Schule in Lehrte. Beim deutschlandweiten Wettbewerb des Bundesumweltministeriums wurde die Grundschule als Ressourcen-Schule ausgezeichnet - und dies bereits zum zweiten Mal! Schon 2015/2016 wurde den Erst- bis Viertklässlern sowie deren Lehrkräfte dieser außergewöhnliche Umweltpreis verliehen. "Mit diesem Projekt möchten wir Schulen ermuntern, ressourcenschützende Aktivitäten in ihren Schulalltag zu integrieren und gleichzeitig sichtbar zu machen", so Sonja Eikmeier von der Verbraucherzentrale Nordrhein/Westfalen.
Seit Jahren ist die Albert-Schweitzer-Schule bereits Umweltschule, aber diese Auszeichnung ist "noch einmal ein Tüpfelchen mehr", lobte Schulleiterin Beate Forgber. Auch Klaus Sidortschuk, Bürgermeister der Stad Lehrte, zeigte sich erfreut:"Lehrte ist stolz auf euch. Und auch ihr könnt stolz auf euch sein. Ihr hattet eine Idee und habt sie nicht nur umgesetzt, sondern seid auch dabei geblieben. Den Preis schon das zweite Mal zu bekommen, zeigt, dass ihr Ausdauer und Kondition bewiesen habt, auch wenn es einmal schwierig wurde."
Insgesamt 17 Schulen jeder Schulform nahmen an dem bundesweiten Projekt teil. Ein Beirat aus Vertretern des Bundesumweltministeriums, des Bundesumweltamtes und aus dem Bereich Wissenschaft und Bildung bewerteten die Leistungen der Schüler.
"Die Grundschule hat ein hohes Niveau gezeigt", lobte Sonja Eikmeier, die aus Köln angereist war, um den Titel an die etwa 300 Schüler und deren Lehrkräfte zu verleihen.
Auf dem Weg zur "Ressourcenschule" wurden viele Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt. So wurden Bäume gepflanzt, es wird Müll eingesammelt und auf Einsparung von Papier geachtet. Das Licht wird ausgeschaltet, wenn der Raum verlassen wird, der Müll wird ordnungsgemäß getrennt, es wird richtig gelüftet und auch von Seiten der Eltern werden die Kinder unterstützt. So gibt es die Pausenbrote in Brotdosen mit zur Schule und Getränke in wiederverwendbaren Flaschen. Die Umwelt-AG, Holz-AG und Natur-AG beschäftigen sich mit zahlreichen Projekten wie beispielsweise die Schulgartenpflege oder den Bau von Nistkästen. Jüngere Schüler werden von Paten angeleitet, wie Mülltrennung funktioniert. Mit der Aktion "Zu Fuß zur Schule" werden Erstklässler dazu motiviert, auf das "Mama-Taxi" zu verzichten. Klimadetektive achten auf den sinnvollen Umgang mit Energie und Wasser. Und auch die Schulverpflegung bietet nicht nur Gerichte mit saisonalem und regionalem Obst und Gemüse sondern arbeitet hauptsächlich auf Vorbestellung, so dass die Lebensmittel nicht unnötig entsorgt werden müssen.