Aktionstage „Bella Italia“ waren ein gut funktionierendes Forum

Unter der grün-weiß-roten Flagge Italiens in der Burgdorfer KulturWerkStadt entpuppte sich das italienische Wochenende als ein gut funktionierenden Forum für die Gastgeber und ihre Gäste. „Ziel erreicht!“, freute sich nicht nur Projektleiterin Ursula Wieker (li.). (Foto: Georg Bosse)

Italiener in Burgdorf präsentierten ihre Heimatorte und kulinarische Spezialitäten

BURGDORF (gb). Im Rahmen der Themenjahrsaussstellung „Burgdorf International - Wir sind Burgdorf“ hatte die italienische Gruppe um Laura Dalla Libera und Salvatore Tomasello am vergangenen Wochenende „all` italiana“ in die Burgdorfer KulturWerkStadt eingeladen. Die italienischen Mitbürgerinnen und Mitbürger der Auestadt erhielten somit die Gelegenheit, sich und ihr Heimatland, die von der Sonne verwöhnte und vom Mittelmeer umspülte Apenninhalbinsel im südlichen Europa, mit ihren vielerlei Facetten vorzustellen.
Zu diesen Facetten gehören unbedingt die kulinarischen Spezialitäten, die bereits die ersten deutschen Urlauber vor Jahrzehnten kennen und lieben gelernt haben. Diese Spezialitäten, wie beispielsweise Eiscreme, Espresso, Pizza, Pesto oder Tiramisù, die längst internationale Berühmtheit erlangt haben, schätzen die Burgdorfer auch bei ihrem „Italiener“ um die Ecke. Und so empfingen die italienischen Gastgeber die überaus zahlreichen Besucher im Angesicht ihrer grün-weiß-roten Flagge mit allerlei regionaltypischen Häppchen, sizilianischen Süßigkeiten und dem heißgeliebten italienischen Gelato. Dafür hatte Salvatore Tomasello seinen „Salvo“-Eiswagen vor der KulturWerkStadt in der Poststraße parken lassen. Weil Liebe eben auch durch den Magen geht.
Liebe war es sicherlich nicht, was seinerzeit unzählige Italienerinnen und Italiener, überwiegend aus den südlichen Provinzen des Stiefels, veranlasste, als so genannte Gastarbeiter nach „Germania“ auszuwandern. So stellen denn auch die Menschen aus Sizilien in Deutschland und Burgdorf den Löwenanteil an italienischen Landsleuten, die hier mittlerweile lange heimisch geworden sind. Während einige Frauen in sizilianischer Tracht gewandet waren, wandelte Laura Dalla Libera in einer Baùta und mit einer so genannten Gesellschaftsmaske durch die Menschenmenge im Ausstellungsraum. Diese Aufmachung spielt im prachtvollen venezianischen Karneval eine große Rolle.
Insgesamt nahmen an den beiden Aktionstagen rund 580 Besucher Kontakt zu den italienischen Gastgebern auf. „Die Menschen haben gelesen, sie haben sich unterhalten und die italienischen Landsleute haben sich getroffen. Es war ein gut funktionierendes Forum. Ziel erreicht!“, zog Projektleiterin Ursula Wieker ein äußerst positives Fazit.