„Afrikanische Nacht“ war Lust und Lebensfreude

Mit jungen Leuten aus Eritrea, von der Elfenbeinküste und aus dem Sudan waren Erika Büchse (hi; 4.v.l.), Helga Karrat (unt; 3.v.l.) und Alain Karrat (hi; 4.v.r.) Besucher der „Afrikanischen Nacht“ im Burgdorfer StadtHaus. (Foto: Georg Bosse)

Gute Laune für den Magen und die Ohren im StadtHaus Burgdorf

BURGDORF (gb). In Zeiten des durch Korruption, Kriege, Terror und wirtschaftliche Not verursachten fast biblisch zu bezeichnenden Exodus` aus dem Mittleren und Nahen Osten sowie aus Teilen Afrikas brachte die „Afrikanische Nacht“ im Burgdorfer StadtHaus (SHB) wieder ein wenig Lachen und Lebensfreude in die Gesichter und Herzen derjenigen, die aus den geschundenen Gegenden flüchtend in der Auestadt (vorübergehend) Aufnahme und Schutz gefunden haben.
Dabei verließen sich die Gastgeber, JohnnyB. und SHB gGmbH, auf die in die Hüften und Beine gehenden Rhythmen der Burgdorfer Trommelgruppe vom JohnnyB. um den aus dem Kongo stammenden Musiker Papy Lunguangu sowie auf die mitreißende Tanzmusik der in Hannover gegründeten Band „Black-X“ mit dem deutsch-kongolesischen Frontmann Christian Bakotessa. Und darauf, dass Lust und gute Laune auch durch den Magen geht. Denn mit „Feuilles de Manioc“ (Maniokblätter), „Poulet a la Sauce d´ arachides“ (Hühnchen mit Erdnussbutter) oder „Poisson Tilapia“ (auch „Petrusfisch“ genannt) konnten die Besucher außerdem auf eine kulinarische Entdeckungsreise gehen. Der Tilapia-Fisch aus der Familie der Buntbarsche ist in Gewässern nahe des Äquators beheimatet.
Unter den Besuchern waren rund 30 junge Leute, überwiegend aus Eritrea, von der Elfenbeinküste und aus dem Sudan, die in Burgdorf vorwiegend in den Unterkünften an der Friederikenstraße untergebracht sind. Ihre Anwesenheit hatten die Veranstalter auf Anfrage der Sprecherin der Amnesty International-Ortsgruppe (ai) Burgdorf/Burgwedel, Erika Büchse, zu ermäßigten Eintrittspreisen möglich gemacht. Neben der Trägerin der Burgdorfer Bürgermedaille kümmern sich auch Alain und Helga Karrat um diese Menschen. Erika Büchse gibt im Burgdorfer Mehr-Generationen-Haus (BMGH) einmal wöchentlich Deutschunterricht und begleitet „ihre Schützlinge“ bei Arztbesuchen, zu Verwaltungen und zur Ausländerbehörde in Hannover.