Ältestes Burgdorfer Kirchengebäude steht im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt der Stadtführung am 1. Juli steht die St. Pankratiuskirche. (Foto: SMB)

Stadtführung „Spitta und Pankratius“ am 1. Juli

BURGDORF (r/jk). Stadtmarketing Burgdorf setzt am Sonntag, 1. Juli, die laufende Saison der öffentlichen Stadtführungen fort. Im Mittelpunkt der Führung stehen „Spitta und Pankratius“, die untrennbar mit der Burgdorfer Kirchengeschichte verbunden sind. Die Teilnehmer treffen sich mit Stadtführerin Elisabeth Goldmann um 14.00 Uhr am Wicken Thies-Brunnen auf dem Spittaplatz.
Die 1814 eingeweihte St. Pankratius-Kirche ist die evangelisch-lutherische Hauptkirche der Stadt. Von ihren Vorgängerbauten aus dem 13. und 15. Jahrhundert sind keinerlei baulichen Spuren erhalten geblieben. Nach der großen Brandkatastrophe des Jahres 1809 ist das heutige Kirchengebäude entstanden. Der Name der Kirche geht auf einen christlichen Märtyrer zurück, der Anfang des vierten nachchristlichen Jahrhunderts in Rom enthauptet und später heilig gesprochen wurde.
In der St. Pankratius-Kirche berichtet Elisabeth Goldmann über ihre Entstehungsgeschichte und gibt einen Überblick über die baulichen Veränderungen und das kirchliche Leben der letzten Jahrhunderte. Aus der langen Reihe der Superintendenten, die in der Kirche ihr Wirkungsfeld fanden, ragt der 1801 in Hannover geborene Carl Johann Philipp Spitta heraus. An ihn erinnert der gleichnamige Platz vor der Kirche und das Spittadenkmal an der benachbarten Superintendentur. Sein Schaffen als Kirchenliederdichter ist bis heute nicht nur in Burgdorf unvergessen geblieben. Einige seiner Lieder sind im Evangelischen Gesangsbuch verewigt. Als er 1859 sein Amt in Burgdorf antrat, ahnte er noch nicht, dass ihm nur eine kaum einjährige Lebensspanne bis seinem plötzlichen Tod am 28. September desselben Jahres verbleiben würde.
Teilnehmerkarten sind bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Tel. 05136/1862, erhältlich.