Achtsamer Umgang mit Bienen

Rund 60 Interessierte begleiteten Hans-Jürgen Sessner vom NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze (Mi; r.) zu Wildbienen und anderen nützlichen Insekten. (Foto: Georg Bosse)

NABU-Spaziergang zu den erwünschten Nützlingen

HÜLPTINGSEN/ALTKREIS (gb). Es ist unglaublich, aber wahr: diese kleinen, unscheinbaren Insekten spielen eine zentrale Rolle im Erhalt unserer Kultur- und Landwirtschaft sowie des gesamten Ökosystems.
Bienen und andere Blütenbestäuber tragen wesentlich zum Erhalt der Artenvielfalt bei, denn sie sorgen für die Verbreitung hunderttausender Pflanzen, auf die wiederum unzählige Tierarten als Nahrungsgrundlage angewiesen sind. Wildbiene ist die Bezeichnung für sämtliche Bienenarten mit Ausnahme der Honigbienen. Je nach Jahr und Artkonzept gibt es in Deutschland (noch) gut 550 Wildbienenarten, von denen rund 230 auf der Roten Liste gefährdeter Arten stehen.
Diese „Basics“ erfuhren die annähernd 60 Interessierten von Hans-Jürgen Sessner vom NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze, bevor sie mit ihm am vergangenen Sonntagvormittag zu einem Spaziergang zu den Lebensräumen der nützlichen Bestäuber im Burgdorfer Gewerbegebiet Hülptingsen aufbrachen.
„Das Wetter ist nicht so optimal, aber wenn die Sonne herauskommt, erhöhen sich die Chancen Wildbienen zu beobachten“, sagte Sessner und lenkte die Schritte zu den blühenden Wegrändern sowie zu den Flächen zwischen Gewerbebetrieben und Wohnbebauung. Dabei begegnete die Gruppe den „frühen“ Hummeln und Schwebfliegen, die sich an den Blütenköpfchen der Gemeinen Wegwarte, der „Blume des Jahres 2009“, zu schaffen machten. Die harmlosen Schwebfliegen, auch Steh- oder Schwirrfliegen genannt, können hummel-, wespen- oder bienenähnliche Form und Zeichnungen aufweisen (Mimikry) und sind deshalb leicht mit ihren „Vorbildern“ zu verwechseln.
Die in Deutschland vorkommenden 36 Hummelarten sowie Wildbienen und Hornissen sind durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Fazit: (Wild-)Bienen und andere Blütenbestäuber sind erwünschte Nützlinge.