Abwechslungsreiche 9. TCGG-Nerd Nite in der Südstadt

Mit spannenden Beschreibungen zum Smart Home von Klaus Wickboldt, zur „Wortwalz“ von Jessica Schober und von „Wetterfrosch“ Michael Kirstein (v.l.) wurde das Publikum der 9. TCGG-Nerd beschäftigt. (Foto: Georg Bosse)

Spannendes zum Smart Home, vom Wetterfrosch und von der Wortwalz

BURGDORF (gb). Die 9. Auflage des Unterhaltungsformats „Nerd Nite“ brachte am vergangenen Freitagabend den Elektroingenieur Klaus Wickboldt, VVV-Theatermann und „Wetterfrosch“ Michael Kirstein sowie die aus der Auestadt stammende Journalistin Jessica Schober im Vereinsheim des südstädtischen Tennisclubs Grün-Gelb Burgdorf (TCGG) zusammen.
Klaus Wickboldt beschäftigte das Publikum als technologieaffiner und handwerksbegabter Mensch mit dem so genannten Smart Home („schlaues Heim“), mit dessen fortschrittlichen Möglichkeiten er selbst profunde Erfahrungen im und an seinem Eigenheim gesammelt hat.
In Grunde handelt es sich bei „Smart Home“ um die intelligente Vernetzung der Hausbereiche Energie und Klima sowie Hausgeräte, Multimedia und Sicherheit. Was bedeutet, dass all diese Funktionen (auch) von außen mit Smartphone und/oder Tablet gesteuert werden können. „Allen Interessierten kann ich nur empfehlen, die Vernetzung möglichst per Kabel vorzunehmen, um den sammelwütigen staatlichen Stellen weniger Zugang zu bieten. Darüber hinaus wäre dabei handwerkliches Geschick von Vorteil, weil die Inanspruchnahme externen Know-hows recht teuer sein kann“, riet Wickboldt.
Der Allrounder beim Amateurtheater des Burgdorfer Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV), Michael Kirstein, sammelt Wetterdaten. Im Bereich Burgdorf hat sich Kirstein mit seiner privaten Wetterstation bereits einen Namen als lokaler Wetterfrosch gemacht. Seit 1997 zeichnet er mit Hilfe eines selbst geschriebenen Programms Tag für Tag Niederschlagsmengen, Sonnenstunden, Temperaturen sowie Windrichtungen und -stärken auf. Erstaunlich war, dass Fakten aus dem Aufzeichnungszeitraum den April als den trockensten sowie Juli und August als die feuchtesten Monate auswiesen. „Und für die Periode meiner Messungen haben die Durchschnittswerte keine Klimaerwärmung für Burgdorf erkennbar angezeigt“, so Kirstein.
Die Leidenschaft für den Lokaljournalismus ist in Jessica Schober in ihrer Redaktionszeit bei der örtlichen Tagespresse aufgeblüht. Nach dem Abitur am Burgdorfer Gymnasium blieb sie dem „Wort treu“ und machte an der Münchner Journalistenschule ihren Abschluss. Eine Begegnung mit der Bäckerin Sarah, die sich nach ihren Lehrjahren zu drei Wanderjahren (Walz) aufgemacht hatte, inspirierte Jessica Schober zu ihrer „Wortwalz“. Entschleunigt, also ohne Laptop und Mobiltelefon, kehrte sie der Redaktionshektik den Rücken und trampte gut 5.000 Kilometer kreuz und quer zu zahlreichen Lokalredaktionen der Republik. Dazu gibt es natürlich eine Menge zu erzählen ...