„Abglanz“ - Außergewöhnliche Collagen im Rathaus I

Bernhardine Bahri schafft ihre Collagen aus farbigen Folien und Papieren als "Abglanz" von Konsum und Produktwerbung. (Foto: Bernhardine Bahri)
BURGDORF (r/bs). Im Burgdorfer Rathaus I (Marktstraße 55) wird vom 18. April bis zum 10. Juni 2016 die Ausstellung „ABGLANZ" mit Collagen der Künstlerin Bernhardine Bahri zu sehen sein. Christa Weilert-Penk, 1. stellv. Bürgermeisterin der Stadt Burgdorf, wird die Ausstellung am Samstag, 16. April um 11.00 Uhr im Beisein der Künstlerin eröffnen.
Bernhardine Bahri studierte von 1966-69 Kunst und Gestaltendes Werken als Wahlfächer an der Pädagogischen Hochschule Bonn. Ab 1970 arbeitete sie als Lehrerin für Grund- und Hauptschule in Berlin, später in Braunschweig. Von 2003 bis Sommer 2012 war sie Schulleiterin der Grundschule Salzdahlum/Wolfenbüttel und unterrichtete mit Schwerpunkt Gestaltendes Werken und Kunst. Seit 2007 gibt sie Kurse in Zeichnung und Malerei, seit 2010 nimmt Bernhardine Bahri kontinuierlich am Gasthörerstudiengang Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig teil. 2015 erhielt sie das Förderstipendium des Freundeskreises des BBK Braunschweig.
Seit 2011 hat Bernhardine Bahri ihre Werke in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen präsentiert, u.a. im Rathaus Garbsen, im Botanischen Garten Braunschweig, im Klinikum Springe, in Quedlinburg, Salzburg, Bad Eilsen, Berlin und Irkutsk (Russland). Bei den Burgdorfer Kunstpreisen 2012 und 2014 kamen ihre sehr speziellen Collagen jeweils in die engere Wahl.
Bernhardine Bahri schafft ihre Collagen aus farbigen Folien und Papieren als "Abglanz" von Konsum und Produktwerbung. Verwendung finden Materialien, die unsere Welt überfluten, zufällig gefundenes Material, Alltägliches, Verpackungen. Dieses unbrauchbar gewordene Material, ursprünglich als verkaufsfördernd und konservierend gedacht, erfährt einen neuen Glanz in der Bildenden Kunst und wird in einen neuen Sinnzusammenhang gestellt.
Bernhardine Bahri nutzt ihr Material wie eine Farbpalette, gibt ihm eine neue Wertigkeit und schafft daraus filigrane Zeichnungen, kreiert Machtzentralen oder private Räume, Stofflichkeit, Licht und Schatten und Menschen, Atmosphäre und Beziehungen. Erst bei näherem Hinsehen lässt die Illusion nach. Dann werden aus den zitierten Szenen aus der Privatsammlung und bedeutsamen fotografischen Vorlagen aus Medien, Internet, Filmen wieder Fragmente, alltägliche
Reste und scheinbar Bedeutungsloses. Es entstehen surreale Räume, Bilder, die einen Funken Wahrheit vermitteln und trotzdem sofort auf ihre eigene Künstlichkeit verweisen.
Die Ausstellung ist bis zum 10. Juni 2016 während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung (montags von 08.00-15.30 Uhr, mittwochs und freitags von 08.00-13.00 Uhr und donnerstags von 08.00-18.00 Uhr) zu sehen. Während der "Burgdorfer Nacht" (Freitag, 27. Mai 2016) ist die Ausstellung von 18.00 bis 22.00
Uhr geöffnet.