97 Blutspenden in der Berufsbildenden Schule

Erstspender Timon Tulowitzki bekommt von Krankenschwester Susanne Moritz den kleinen Pieks zur Kontrolle des HB-Wertes, bevor es weiter zur Blutspende geht. (Foto: Daniela Rosendahl)

68 Erstspender stellten einen neuen Rekord auf

BURGDORF (r/jk). Warteschlangen zur Blutspende und Sitzplatzmangel beim Imbiss: Auch in diesem Jahr erhielt die Berufsbildende Schule Burgdorf Besuch vom Blutspende-Team des Deutschen Roten Kreuzes. Der Andrang war zeitweise beeindruckend: 97 Schüler und Lehrer folgten dem Aufruf, einen 500 ml-Beutel mit der lebensrettenden Flüssigkeit zu spenden.
Die Schüler aus der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege übernahmen die Anmeldung und Betreuung der Blutspender vor und nach dem Aderlass. „Dazu gehört vieles, unter anderem das sorgfältige Blutdruckmessen bei den Spendern. Das ist ein echter Praxistest - und die Schülerinnen sind sehr gewissenhaft“, berichtet Fachlehrerin Maria Habermann.
Die Berufsfachschule Hauswirtschaft organisierte ein ernährungsphysiologisch ausgewogenes und ansprechendes Frühstück, das die Spender wieder auf die Beine brachte. Unterstützt wurde sie von den Schülerinnen aus dem Berufsvorbereitungsjahr Hauswirtschaft, die bereits am Vortag fleißig vorbereitet hatten. „Planung, Organisation und Durchführung der Aktion liegt wie immer in der Verantwortung der Schüler. Wenn die Spendenaktion dann so erfolgreich verläuft wie auch in diesem Jahr, dann ist das ein toller Lohn für die Arbeit der Schüler“, lobt Habermann das Ergebnis.
„Es ist immer wieder eine Freude zu sehen, wie gut die Blutspendeaktion angenommen wird. Die Erfahrungen und hohen Teilnehmerzahlen der letzten Aktionen nutzen die Schüler für ihre Planungen und haben entsprechende Mengen für den Imbiss eingekauft. In der Küche wird in zwei Schichten gebacken, gekocht und vorbereitet!“, lobte Fachlehrerin Almuth Gellermann die Projektdurchführung.
Die Mitarbeiter des DRK waren voll des Lobes für die gelungene Organisation des Vormittags. Junge Spender zu erreichen und vor allem die Hemmung zur Erstspende zu nehmen, dies ist ein wichtiger Grund, Blutspende-Aktionen gezielt in Schulen zu veranstalten. „Im Spendenraum läuft ansprechende Musik, im Ruheraum ein Film. Wir möchte vor allem bei jungen Spendern eine positive und zeitgemäße Atmosphäre schaffen“, fasst Hans Uhde, Teamleiter des DRK die Neuerungen zusammen. Die Erstspender erhalten außerdem einen witzigen Aufkleber, der fast wie ein Orden auf Pullis und Jacken klebt.
Blutspenden retten nicht nur Leben, sondern haben auch den angenehmen Nebeneffekt, dass jeder Schüler einen Gesundheits-Check bekommt: Vor jeder Spende wird geprüft, ob ein Schüler gesund ist und für eine Spende in Frage kommt. Das Spenderblut wird in einem zentralen Labor des DRK untersucht und weiter verarbeitet. Sicherheit ist hierbei das erste Gebot. „Schüler motivieren sich in den Klassen gegenseitig und machen sich Mut, das Blutspenden zu wagen. In diesem Jahr waren es rekordverdächtige 68 Erstspender“, resümierte Maria Habermann zum Abschluss des Tages.