75 Jahre St. Nikolaus-Kirche wurde gefeiert

Bischof Norbert Trelle aus Hildesheim spricht das Gebet zum Kirchweihjubiläum der Burgdorfer St. Nikolaus-Kirche. Foto: Georg Bosse

Festliche Eucharestiefeier mit Bischof Trelle zu Ehren des Kirchweihjubiläums

BURGDORF/UETZE (gb). Mit einem Pontifikalamt des Hildesheimer Bischofs Norbert Trelle hat die katholische Pfarrgemeinde Burgdorf/Uetze das 75-jährige Bestehen der St. Nikolaus-Kirche in Burgdorf gefeiert. Am 7. April 1935 war das Gotteshaus „Im Langen Mühlenfeld“ geweiht worden.
Mit der Feststellung „Wir feiern die Fülle der Zeit“ gab Bischof Trelle dem festlichen Dankgottesdienst (Eucharestiefeier) einen geistlichen Inhalt. „Eine kirchliche Gemeinde muss offen sein und den Menschen die Fülle des Lebens vermitteln. Dabei brauchen wir bei allen Herausforderungen an den Glauben die spirituelle Kraft des Voranschreitens“, sagte Norbert Trelle. Nicht der religiöse Realismus würde das Heil bringen, sondern nur die ständige Verwandlung, so der Bischof.
Realität hingegen ist, dass im Bistum Hildesheim wegen Priestermangel sowie schrumpfender Kirchenkassen und Gemeindemitglieder die St. Barbara-Kirche in Hänigsen vor ihrer Schließung steht.
Nikolaus-Pfarrer Jan Kowalski begrüßte unter anderen die Vertreter der politischen und evangelisch-lutherischen Gemeinden Burgdorfs sowie eine sechsköpfige Delegation der katholischen Partnergemeinde St. Norbert aus Calbe/Saale (Sachsen-Anhalt) unter der Leitung von Christian Naumann. Ökumene habe in Burgdorf eine lange Tradition, seit sich Katholiken und Protestanten 1945 auf „die Pelle“ gerückt seien und sich gegenseitig schätzen gelernt hätten, sagte Pankratius-Pastor Wolfgang Thon-Breuker in seinem Grußwort. Und Bürgermeister Alfred Baxmann unterstrich, dass sich die katholische Gemeinde mit ihrem identitätsstiftenden Bau in „unsere Stadtgesellschaft“ hineingelebt hätte: „Die Geschichte der St. Nikolaus-Gemeinde ist eng mit der Stadtgeschichte verwoben.“
Sakralmusikalisch wurde die Festliturgie vom Organisten Josef Eckel und der ökumenischen Chorgemeinschaft unter der Leitung von Heidrun Voßmeier begleitet.
Bevor es für die zahlreichen Gottesdienstgäste an die „Malteser“-Gulaschkanone ging, gab der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Dr. Ulrich Ensinger (Hänigsen) Bischof Trelle noch einen Wunsch mit auf seinen Weg zurück in die niedersächsische Domstadt: „Es wäre sehr hilfreich, wenn die Gemeindereferentenstelle wieder besetzt werden könnte.“