42 Menschen durch ehrenamtlichen Einsatz gerettet

Glückwunsche an Friedel Hoppe (Mitte), Baujahr 1928, der für 70 Jahre geehrt wurde. (Foto: Dana Noll)
 
Ernennungen durch Ortsbrandmeister Florian Bethmann (links) und Stadtbrandmeister Heinrich Schlumbohm (rechts): v.l. Jan Kruse, Horst Haupt, Florentine-Octavia Hoffmann, Maximilian Schill, Simon Grabow und Fabian Hennies. (Foto: Dana Noll)

Ortsfeuerwehr Burgdorf leistete im vergangenen Jahr über 30.000 Stunden

BURGDORF (dno). Für die Freiwillige Feuerwehr Burgdorf war 2015 das 3. Rekordjahr in Folge. Mit insgesamt 251 Einsätzen, 138 Hilfeleistungen und insgesamt 30.397,5 geleisteten Stunden war das vergangene Jahr recht arbeitsreich.
Gemäß dem Jahresmotto „Burgdorf bewegt sich“, war auch die Freiwillige Feuerwehr Burgdorf in „Bewegung“. Allein im Bereich der Brandbekämpfung stiegen die Einsätze von 71 auf 113. Auf Grund des eher „stürmischen“ Jahresbeginns kam es zu leichten Steigerungen bei den Hilfeleistungen. Dabei fielen von den 138 Einsätzen allein 51 auf Wasser- und Sturmschäden.
So leistete die Ortsfeuerwehr Burgdorf insgesamt 30.397,5 Stunden – ehrenamtlich und nebenberuflich. Darunter allein über 6.500 Stunden für Jugendarbeit und Brandschutzerziehung sowie knapp 600 Stunden der Alterskameraden, die das Historische Tanklöschfahrzeug wieder fahrbereit machten.
„2015 war ein herausforderndes Jahr. Die Wehren in der Kernstadt sowie in den Orten sind einsatzfähig und leisten viel“, so drückte auch Alfred Baxmann, Bürgermeister der Stadt Burgdorf, seine Wertschätzung auf der Jahreshauptversammlung aus.
Auch beim Nachwuchs schien es eine Trendwende zu geben. Allein bei der Kinderfeuerwehr waren 25 Jungen und 5 Mädchen mit großem Eifer dabei. Über 3.100 geleistete Stunden und der 2. Platz bei den Maispielen 2015 sowie bereits drei Neu-Aufnahmen in diesem Jahr zeigen, „dass Betreuer und deren Engagement, Schwung in die Abteilung gebracht haben“. Die enge Zusammenarbeit mit der Jugendfeuerwehr wird auch 2016 fortgesetzt werden. Hier waren 12 Jungen (Stand: 31.12. 2015) aktiv und leisteten 1.515,5 Stunden, darunter auch drei Tage im Pfingstzeltlager an der Ostsee sowie neun bestandene Prüfungen der Jugendflamme 1.
Nicht ganz so euphorisch waren die Berichte über Aus- und Fortbildung sowie das mangelnde Angebot an Lehrgängen – weniger als 20 Prozent wurden genehmigt. „Eine gute Qualifikation ist Voraussetzung, um Einsätze ordnungsgemäß und erfolgreich zu absolvieren“, so Ortsbrandmeister Florian Bethmann. Auf Landesebene wurde eine höhere Erfüllungsquote in naher Zukunft zugesagt – das bleibt abzuwarten.
„Die Defizite bei den Lehrgängen sind bekannt. Trotzdem sind unsere Wehren gut ausgebildet, gut motiviert und gut ausgerüstet – auch wenn es an einigen Stellen natürlich noch besser sein könnte“, so Baxmann. So wie bei Ausrüstung und Fahrzeugen. Dennoch, wird auch von Seiten der Stadt dafür gesorgt, „dass der Feuerwehr zum Beispiel nicht die Luft ausgeht“. So werden in Kürze leichte Atemluftflaschen angeschafft, um die Gesundheit der Kamerad/innen zu schützen und die Leistungsfähigkeit zu optimieren. Der neue Rüstwagen steht ebenso in den Startlöchern und auch die „Bedarfsliste“ ist zumindest „nicht größer geworden“. Auch für die Brandsicherheitswachen wird es eine Aufwandsentschädigung geben.
„Für den guten Ton“ während der Jahreshauptversammlung sorgte der Musikzug, der nicht müde wurde, für die Geehrten ein Ständchen zu spielen. So wurde der 88-jährige Friedel Hoppe für 70 Jahre in der Feuerwehr ausgezeichnet. Bei den Alterskameraden nahm Rolf Hinte die Ehrung für 50 Jahre entgegen und als Aktiver glänzte Schriftwart Marco Henze mit 25 Jahren. Mit der Ehrennadel der Stadt Burgdorf wurden Andreas Sander, Maximilian Schill und Marcel Lüdtke geehrt. Jan kruse und Horst Haupt wurden zum Feuerwehrmann ernannt, die neue Kinderfeuerwehrwartin Florentine-Octavia Hoffmann zur Oberfeuerwehrfrau und Maximilian Schill zum Hauptfeuerwehrmann. Simon Grabow und Fabian Hennies stellen sich nun als Löschmeister dem Dienst.