31 Radler wollten mit dem NABU die Natur entdecken

Fachkundige Erläuterungen links und rechts der Strecke

BURGDORF (r/hhs). Bei hochsommerlichen Wetter, azurblauem Himmel, die Temperatur bewegte sich um + 26°C, ein lindes Lüftchen machte sich bemerkbar, unter diesen Rahmenbedingungen trafen sich am Sonntag, 7. Juli auf dem Schützenplatz in Burgdorf 31 Teilnehmer zu der beliebten Fahrradtour des NABU.
Unter der fachkundlichen Leitung von Ernst Schmidt erfuhren die Radler, während der etwa 26 Kilometer langen Radtour die naturkundlichen Einzelheiten entlang der Strecke.
Beim normalen Radfahren durch die wunderschöne Landschaft zu dieser Jahreszeit achtet kaum ein Radfahrer auf Einzelheiten, er möchte bei diesem schönen Wetter nur fahren, sich bewegen und die frische gute Luft einfach nur genießen. Schon in Burgdorf in der Gartenstraße machte Ernst Schmidt auf ein Projekt aufmerksam, das der NABU in Absprache mit der Stadt und den Schulen gestartet hat. Es waren von den Kindern selbstgebaute, buntbemalte Nistkästen aufgehängt worden, die die Vögel trotz der knalligen Farben annahmen und bewohnten.
Weiter ging die Tour in Richtung "Nordwest", dem Gewerbegebiet. Hier hat der NABU für die ganzjährig geschützten Fledermäuse einen Erdbunker als Winterquartier, ein störungsfreies Versteck, eingerichtet.
Auf der Fahrt durch die Feldmark in Richtung Schillerslage stoppte Ernst Schmidt plötzlich die Kolonne. Er zeigte auf eine in der Luft fliegende, singende Feldlerche.
“Wenn Feinde kommen, läßt sie sich neben dem Nest auf dem Acker fallen und gibt keinen Ton mehr ab,” war noch seine weitere Erklärung. Nur wenige Meter weiter konnten wir Turmfalken mit ihren Jungtieren im Flug beobachten. In der Nähe des Flüßchen Wulbeck zeigte uns Ernst Schmidt eine Stelle, wo der NABU eine Steilwand errichtet hat, in der der zur Seltenheit gewordene Eisvogel, einen Brutplatz finden kann.
Weiter ging die Radtour über eine ca. 400 m lange "Teststrecke" in Richtung Ehlershausen durch ein sandiges, welliges Waldgebiet. Bei dieser Durchfahrt wurden die Fahrkünste der einzelnen Teilnehmer auf die Probe gestellt. Leider mußten viele vom Rad steigen, um dieses Hindernis überwinden zu können.
Danach aber war schon bald die so sehr ersehnte Ruhepause im Restaurant des Burgdorfer Golfclubs erreicht. Bei Kaffee und Kuchen mobilisierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder ihre Kräfte.
Nach der Inspektion des Insektenhotels am Golfclub traten alle die "Heimreise" über Otze, Sorgensen nach Burgdorf an. Nur an der Aue in Burgdorf, gegenüber dem Pferdemarktplatz, legten die Radler noch einen Halt am Burgdorfer Storchennest ein. Von den anfänglich zwei Jungen war nur noch eins im Nest zu erkennen. Die Fahrt endete auf dem Schützenplatz mit einem Dankeschön an Herrn Schmidt und der Frage, wohin die Herbsttour geht.