3000 Petitionen gegen Folter und Todesstrafe

40-jähriges Bestehen der AI-Gruppe Burgdorf/Burgwedel

BURGDORF/BURGWEDEL (r/jk). Mehr als 3000 Petitionen hat die Amnesty Gruppe Burgdorf/ Burgwedel 2015 gesammelt, um gegen Menschenrechtsverletzungen zu protestieren, Todesstrafen zu verhindern und um willkürlich Inhaftierte aus der Haft zu entlassen. Adressaten der Petitionen waren Regierungen, in denen die Anerkennung der Menschenrechte nach wie vor mit Füßen getreten wird.
Schwerpunktländer 2015 waren arabische Staaten, Iran, China und einige Länder Afrikas und Südamerikas. Dass es sich lohnt für Einzelschicksale einzutreten, zeigt die Freilassung des in Nigeria zum Tode verurteilten Moses Akatubka. Für ihn hatte sich die Gruppe mit vielen anderen in der Welt nachhaltig eingesetzt. Leider ist es bislang nicht gelungen, die Lebenssituation des von der Gruppe betreuten und seit 2009 in Teheran inhaftierten Ayatollah Boroujerdi zu verbessern.
Ein Zeichen gegen die Unmenschlichkeit der Todesstrafe hatte die Gruppe 2015 in einer Aktionswoche im Oktober gesetzt. In vier Veranstaltungen: Vortrag, Lesung, Film und Ausstellung ist das Thema in Burgdorf präsentiert und diskutiert worden.
Die Themen Folter und Todesstrafe sowie jede Art von Menschenrechtsverletzungen werden auch 2016 ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Eine gute Gelegenheit hierfür bietet die Vortrags- und Informationsveranstaltung anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Gruppe, die am 4. Juni im Amtshof in Burgwedel stattfindet. Hauptredner wird der ehemalige Präsident des Niedersächsichen Landtages, Rolf Wernstedt, sein.