25. Burgdorfer Selbsthilfetag in Vorbereitung

Ullrich Weber, Sprecher der Schlaganfall-SHG Burgdorf/Lehrte sowie der Gemeinschaft Burgdorfer Selbsthilfegruppen, stellte unter anderem das geplante Jubiläumsprogramm zum 25. Burgdorfer Selbsthilfetag auf dem Spittaplatz vor. (Foto: Georg Bosse)

Gemeinschaft Burgdorfer Selbsthilfe & Umgebung präsentiert sich

BURGDORF/ALTKREIS (gb). Die Suche nach Unterstützung bei persönlichen Problemen führt immer mehr Menschen dazu, sich in Selbsthilfegruppen (SHG) zu organisieren. Deutschlandweit sind es mehr als drei Millionen Betroffene in etwa 100.000 Selbsthilfegruppen. Sie nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand und finden sich zusammen, weil sie ein gemeinsames Problem haben, an der gleichen Krankheit leiden, oder weil sie sich in einer besonderen Lebenssituation befinden.
„Im Altkreis Burgdorf sind es alles in allem 37 Zusammenschlüsse, die sich zur Gemeinschaft Burgdorfer Selbsthilfe & Umgebung vernetzt haben“, erklärte der Sprecher der Schlaganfall-SHG Burgdorf/Lehrte am vergangenen Montag in der DRK-Begegnungsstätte „Herbstfreuden“, Ullrich Weber. Dort, in der Wilhelmstraße 1B, war der Vorbereitungskreis zusammengekommen, um das Jahresprogramm 2017 vorzustellen. „Bei unserer Selbsthilfearbeit spielen das Kreativangebot und das Hirnleistungstraining eine ganz spezielle Rolle“, betonte Weber. Wichtig sei das Kreativangebot, um die Motorik zu schulen und möglichst auf Dauer zu erhalten. Ferner geht es darum, auf dem kreativen Weg Geist und Körper zu fordern und dabei alle Sinne anzusprechen. Nicht minder wichtig ist das Hirnleistungstraining. Das Gehirn besitzt eine große „Plastizität“, das die durch Schlaganfall verursachten Ausfälle zum Teil kompensieren kann. „Dafür benötigt man jedoch mehrere Jahre. Etliche unserer Teilnehmer/innen hatten während ihrer beruflichen Tätigkeiten wenig bis keine Befassung mit den „Neuen Medien“. Wir mussten erst einmal die Scheu vor einem Rechner (Computer) abbauen und den grundlegenden Umgang damit erlernen. Heute sind wir soweit, komplexere Aufgaben anzugehen und wirkliches Hirnleistungstraining zu betreiben“, berichtete Ullrich Weber. Und bei Geselligkeit und gesellschaftlichen Kontakten soll nicht die Krankheit, sondern die verbliebene Lebensqualität im Mittelpunkt stehen.
Für die nahe Zukunft ist das Angebot „Sport nach Schlaganfall“ in Planung. Der auf Rezept zu verordnende Reha-Sport wird in den Räumlichkeiten von „Herbstfreuden“ stattfinden. Genaue Termine werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben.
Das 25. Jubiläum des Burgdorfer Selbsthilfetags am Samstag, 26. August, auf dem Spittaplatz wirft jetzt schon seine Schatten voraus. Es ist eine große Tombola vorgesehen. Es wird eine Vitamin-Tankstelle eingerichtet und der Besuch von Kindern der DRK-Villa „Mercedes“ erwartet. Ferner soll es einen Rollstuhl- und Rollatorparcours geben. Und für den guten Ton sorgt traditionell der Burgdorfer Shantychor „Graf Luckner”. Beim Jubiläumsprogramm können die „Brückenbauer” auf die Unterstützung der Stadtwerke Burgdorf und der Stadtsparkasse sowie von der Hannoverschen Volksbank bauen. „Und für den Aufbau von Bänken, Ständen und Zelten hat uns Doris Zander vom Frauen- und Mütterzentrum (MüZe) personelle Hilfe zugesagt”, freut sich Ullrich Weber.