2017 war ein „ruhiges Jahr“ für die Weferlingser Wehr

Nicht nur Rüdiger Nijenhof, Heinrich Schlumbohm, Detlef Hilgert und Lutz Philipps (v.l.) stimmten Matthias Paul (stehend) zu, als dieser sagte, das die Freiwilligen Ortsfeuerwehren für sozialen und solidarischen Zusammenhalt in einer Gemeinschaft stehen. (Foto: Georg Bosse)
 
Im Beisein von Ortsbrandmeister Karsten „Linus“ Leinemann (l.) nahm Noch-Stadtbrandmeister Heinrich Schlumbohm (r.) die Ernennungen von Lena Völger sowie Roberto und Claudia Viola (v.l.) vor. (Foto: Georg Bosse)

Ein Beitrag von Georg Bosse - Burgdorfer Stadtwettkämpfe finden 2017 in Rethmar statt

WEFERLINGSEN (gb). Als Pastor habe er eine gewisse Affinität zu Heiligen, so der stellvertretende Burgdorfer Bürgermeister Matthias Paul, als der von Ortsbrandmeister Karsten „Linus“ Leinemann erfuhr, dass am Ende jeder Jahreshauptversammlung der ehrenamtlichen Ortswehr Weferlingsen der „Heilige Florian“ an denjenigen verliehen wird, der im abgelaufenen Einsatzjahr die meisten freiwilligen Dienste absolviert hat.
„Donald J. Trump hat bei seiner Vereidigung als US-amerikanischer Präsident eine egoistische, von Eigeninteressen getragene Haltung offenbart. Die Freiwilligen Feuerwehren stehen jedoch gegen dieses 'St. Florian'-Prinzip. Sie tragen zum sozialen und solidarischen Zusammenhalt der Gemeinschaft bei“, sagte Paul in seinem Grußwort.
Unter anderen waren der Erste Burgdorfer Stadtrat Lutz Philipps und der stellvertretende Regionsbrandmeister Detlef Hilgert (Sehnde), Stadtbrandmeister Heinrich Schlumbohm (Ramlingen/Ehlershausen), Feuerwehrausschussvorsitzender Rüdiger Nijenhof und Ratsfrau Beate Neitzel (Dachtmissen) anwesend, als Karsten Leinemann seinen rückblickenden Jahresbericht vortrug.
Demnach hatten die Weferlingser Kameraden/innen ein „ruhiges Jahr“. „Unsere 32 Aktiven haben im vergangenen Jahr 16 Alarmierungen abgearbeitet und alles in allem 3.807 ehrenamtliche Dienst- und Einsatzstunden geleistet. Darüber hinaus gehören jetzt sechs Kameraden/innen der ABC-Fachgruppe Burgdorf an.“
An Bernhard Kracke gewandt bedauerte Leinemann, dass sich der Ortsvorsteher aus der Organisation der traditionellen Weferlingser „Eimerspiele“ zurückgezogen habe. Zunächst sollen die Aufgaben um das Dorffest „AUE-Cup“ herum auf die kollektiven Schultern der Ortswehrmitglieder verteilt werden.
„Die Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie der Personalbestand der „kleinen“ Burgdorfer Ortswehren sind auf einem bemerkenswert hohen Niveau“, begann Philipps seine Ausführungen, in deren Verlauf er ausdrücklich die Frauenquote in der Ortswehr Weferlingsen lobte: „Sie ist bundesweit überdurchschnittlich und vorbildlich.“
Und als Stadtkämmerer bestätigte Philipps, dass für die Burgdorfer Wehren ein Investionsvolumen in Höhe von 2,91 Millionen Euro bis 2020 verlässlich zu Buche steht.
Politik und Verwaltung schätzten das freiwillige Engagement wert, unterstrich Feuerwehrausschussvorsitzender Nijenhof, und: „Feuerwehren sind nicht für ein „Appel und ein Ei“ zu haben. Deshalb wird die Stadt Burgdorf bei ihren Haushaltskonsolidierungen ausgerechnet nicht bei den kommunalen Pflichtaufgaben, sprich Freiwilligen Feuerwehren, sparen.“
„Die FTZ Burgdorf ist zu klein geworden. Ihre Erweiterung liegt mir sehr am Herzen“, sagte Detlef Hilgert, der irgendwann zwischen Ende April bis Mitte Mai als stellvertretender Regionsbrandmeister wiedergewählt werden möchte. Ferner teilte er der Versammlung mit, dass die Stadtwettkämpfe der Burgdorfer Feuerwehren 2017 voraussichtlich am Samstag, 13. Mai, in Rethmar stattfinden werden.
Ehrenstadtbrandmeister Alfred Brönnemann (Weferlingsen) leitete die Wahlen, die Henrik Brönnemann (Zeugwart) und Björn Batschauer (Atemschutzgerätewart) einstimmig in ihren Ämtern bestätigten. Die Funktion „Gerätewart“ musste durch schriftliche Stichwahl besetzt werden. Dabei setze sich Uwe Kracke mehrheitlich gegen Kenneth „Kenny“ Alraun durch, der später mit dem „Heiligen Florian“ ausgezeichnet wurde.
Die Ernennungen von Lena Völger (Hauptfeuerwehrfrau) sowie Roberto (Feuerwehrmann) und Claudia Viola (Feuerwehrfrau) nahm Stadtbrandmeister Heinrich Schlumbohm vor, der sein Amt am Mittwoch, 1, März, offiziell an Dennis-Frederik Heuer (Ramlingen/Ehlershausen) übergeben wird.