2014 war für Ortswehr Heeßel ein „forderndes Jahr“

Heeßels Ortsbrandmeister Karsten Lübbe (Mitte) und sein Stellvertreter Reinhard Nicks (r.) trugen den Rechenschaftsbericht 2014 vor und warben bei Gerald Hinz, Alfred Baxmann, Heinrich Schlumbohm und Detlef Hilgert (v.l.) um mehr Lehrgangsplätze für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte. (Foto: Georg Bosse)
 
Für die zu befördernden Heeßeler Feuerwehrkameraden (l.) um Ortsbrandmeister Karsten Lübbe (2.v.r.) verlas Stadtbrandmeister Heinrich Schlumbohm (r.) stellvertretend einen Text der Ernennungsurkunden. (Foto: Georg Bosse)

Feuerwehrleute können extreme Situationen professionell abarbeiten

HEESSEL (gb). Vorsicht sei keine Feigheit und Leichtsinn kein Mut, betonte Burgdorfs Bürgermeister Alfred Baxmann mit Rückblick auf das Einsatzgeschehen beim „Läufer“-Brand im August 2014 gegenüber den Feuerwehrleuten der Freiwilligen Ortswehr Heeßel anlässlich ihrer Jahreshauptversammlung am vergangenen Samstag.
Darüber hinaus habe er ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein bei den Führungskräften erkennen sowie feststellen können, dass alle Ortswehren gemeinsam als Burgdorfer Stadtfeuerwehr ihre Aufgaben bravourös gemeistert hätten, sparte Baxmann dabei nicht mit Lob für das vorbildliche ehrenamtliche Engagement sämtlicher Kameraden/innen. „Die Burgdorfer Feuerwehren haben beim „Läufer“-Brand beeindruckend unter Beweis gestellt, dass sie extreme Situationen professionell abarbeiten können“, schloss sich der Vorsitzende des Feuerwehrausschusses, Gerald Hinz, der Hochschätzung seines Vorredners für den Einsatz uneingeschränkt an.
Zuvor hatten Heessels Ortsbrandmeister Karsten Lübbe und sein Stellvertreter Reinhard Nicks die Ereignisse aus dem vergangenen Jahr ausführlich Revue passieren lassen. „Es war ein forderndes Jahr, dass uns Ehrenamtlichen viel abverlangt hat. Aber wir tun es gerne“, bekräftigte Nicks. Unter dem Strich bilanzierte Karsten Lübbe bei 26 Einsätzen alles in allem 10.039 freiwillige Dienststunden. Darunter ein breites Spektrum an Hilfeleistungen (19) für Menschen sowie auch für Schlangen, Tauben und Katzen. Brunnen- und Gerätepflege sowie Arbeits- und Ausbildungsdienste schlugen mit insgesamt 2.898 Stunden zu Buche. „Erschrocken war ich darüber, dass die gesamte Stadtfeuerwehr sehr wenige Lehrgangsplätze für 2015 erhalten hat. Hier klafft eine große Lücke zwischen Bedarf und Angebot. Die Lehrgänge sind für Führungs- und Spezialausbildungen unserer Einsatzkräfte enorm wichtig. Ich hoffe, dass sich hier kurzfristig noch etwas ändert“, hob Karsten Lübbe gegenüber Baxmann und Hinz sowie gegenüber dem stellvertretenden Regionsbrandmeister Detlef Hilgert (Sehnde) und Burgdorfs Stadtbrandmeister Heinrich Schlumbohm (Ramlingen/Ehlershausen) beschwörend hervor.
Für Heinrich Schlumbohm war seine Präsenz bei den Heeßeler Kameraden die Premiere als Burgdorfer Stadtbrandmeister. Für seine Amtszeit hat er sich ein gemeinsames Atemschutzkonzept, die Tagesalarmsicherheit und die Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplanes auf die „To do-Liste“ gesetzt.
Die Ernennungen für Jaqueline Perkams (Feuerwehrfrau), Florim Ferati und Marcel Mader (beide Feuerwehrmänner), Kai Taupadel (Oberfeuerwehrmann), Pressewart Marvin Arndt, Lukas Raddatz und Jens Taupadel (alle Hauptfeuerwehrmänner) sowie von Simone Bachmann (1. Hauptfeuerwehrfrau), Claudia Riccoboni (Oberlöschmeisterin) und Marc-Robin Krey (Hauptlöschmeister) nahmen Detlef Hilgert, Heinrich Schlumbohm und Karsten Lübbe gemeinsam vor. Ferner wurden Andreas Thieleking (25 Jahre), Werner Bublitz (50 Jahre) und Walter Noll (60 Jahre) für Verdienste um das Feuerlöschwesen und langjährige Feuerwehrzugehörigkeit mit Anerkennungen und Urkunden ausgezeichnet.
Am Samstag, 4. April, richtet die Heeßeler Ortswehr wieder das große traditionelle Osterfeuer aus und am Samstag, 20. Juni, sind die Kameraden der Ortswehr Ramlingen/Ehlershausen Gastgeber der Stadtwettkämpfe 2015.