10 Jahre Literaturcafé Sehnde

Die Ministerin las aus einem spannenden Krimi in der AWO-Residenz Sehnde vor.

Ministerin liest zum Jubiläum im Rahmen der Frauenkulturtage in der AWO-Residenz

VON DANA NOLL

SEHNDE. "Es hat mit immer großen Spaß gemacht, wir haben tolle Abende erlebt mit anregenden Lesungen", so Birgit Luck. "Ich bin stolz auf uns. 10 Jahre, damit hätten wir am Anfang nicht gerechnet, denn es war nicht immer ganz einfach", ergänzt Andrea Gaedecke. Das Literaturcafé des Arbeitskreises sozialdemokratischer Frauen startete im April 2008 mit einem bunten "Bücher-Potpourrie und ein bisschen Lampenfieber", wie uns die Organisatorinnen verraten. Doch schnell bildete sich ein Stamm-Publikum von lesebegeisterten und auch vorlese-begeisterten Frauen aus Sehnde. Die vorgestellten Bücher zeigten eine große Vielfalt - von heiterer Lektüre, über interessante Ratgeber, spannende Krimigeschichten und sogar ein Kochbuch fanden den Weg in das Literaturcafé. "Manches Buch hat eine Dynamik ausgelöst", so Andrea Gaedecke.
Für einen aufregenden Krimi zur 50. Lesung im Rahmen der Sehnder Frauenkulturtage entschied sich auch der Ehrengast: Birgit Honé, Niedersächssische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und regionale Entwicklung sorgte mit dem "Blauen Montag" von Nicci French für einen spannenden Leseabend. "In dem packenden Psychothriller wird die Psychologin Frieda Klein erneut in einen spektakulären Fall verwickelt. Das Ende werde ich natürlich nicht verraten", so Birgit Honé. Die Ministerin erzählte weiterhin, "dass sie Krimis schon seit ihrer Kindheit liebe und diese zur Entspannung lesen würde."
Auch die etwa 35 anwesenden Zuhörerinnen, darunter auch zahlreiche Bewohnerinnen der AWO-Residenz, schienen fasziniert von der Geschichte. So wie Elfriede Jung, die "der Einladung des Literaturcafés zur Lesung gefolgt war, um sich mal überraschen zu lassen."
In der AWO-Residenz Sehnde scheint das Literaturcafé nicht nur neue, bücherbegeisterte Damen gefunden zu haben, sondern auch ein "neues Zuhause", wie Andrea Gaedecke lobte. Denn, die zahlreichen Ortswechsel machten dem Literaturcafé das Wirken nicht immer leicht. Auch Hausherrin Maren Reisener freut sich über die nette Partnerschaft:"Wir sind froh über den Besuch und freuen uns, über ganz viel Leben in unserer Residenz. Wir möchten zeigen, das hinter der Pforte eines Pflegeheims nicht nur Trauer wohnt, sondern durchaus auch kulturelles Leben statt findet!"