Zwei Frauen an der Spitze von Regiobus

Elke van Zadel (von links) und Regina Oelfke bilden die neue Doppelspitze von Regiobus. (Foto: Foto: Kreutz/Region Hannover)

Zum Jahresbeginn haben Elke van Zadel und Regina Oelfke die Geschäftsführung des Verkehrsbetriebs übernommen

REGION HANNOVER (r/fh). Regiobus hat seit dem Jahreswechsel eine weibliche Doppelspitze: Regina Oelfke und Elke van Zadel leiten das Busunternehmen von jetzt an gemeinsam. Anfang Dezember hatte Regionspräsident Hauke Jagau die beiden Frauen als Geschäftsführerinnen des Verkehrsbetriebs vorgeschlagen. Der Regionsausschuss stimmte zu. Die Region Hannover hält aktuell rund 89 Prozent an Regiobus.
Sowohl Regina Oelfke als auch Elke van Zadel sind bislang in der Regionsverwaltung beschäftigt gewesen: Oelfke war von 2007 an Leiterin des Servicebereichs Recht und van Zadel führt seit 2013 den Fachbereich Verkehr. „Regina Oelfke und Elke van Zadel sind hervorragend für ihre neue Aufgabe qualifiziert“, lobte Regionspräsident Jagau. Sie hätten in den vergangenen Jahren schwierige Themen für die Region Hannover gemanagt und eine hohe Sachkenntnis und Führungsqualitäten bewiesen. „Sie scheuen nicht vor schwierigen Entscheidungen zurück und handeln pragmatisch“, fügte Jagau hinzu.
Oelfke ist nicht nur Volljuristin, sondern auch studierte Betriebswirtin. Sie war bereits von 2011 bis 2013 neben ihrer Funktion in der Regionsverwaltung Prokuristin des Erlebnis-Zoos Hannover. Seinerzeit übernahm sie die Aufgabe in für den Zoo schwierigen Zeiten nach dem Ausscheiden des vorigen Geschäftsführers. Van Zadel, Diplom-Ingenieurin mit den Schwerpunkten Verkehrsentwicklung und Nahverkehrsplanung, hat aus ihrer jetzigen Funktion heraus Regiobus bereits eng begleitet. Den Fachbereich Verkehr der Regionsverwaltung wird sie neben ihrer Rolle bei Regiobus weiterhin leiten.
Aktuell ist Regiobus mit mehr als 120 Buslinien vorwiegend im Umland der Region Hannover unterwegs und bewegt mehr als 28 Millionen Fahrgäste im Jahr. Der Auftrag läuft am 31. Dezember 2019 aus. Für den Zeitraum 2020 bis 2030 ist abermals eine direkte Beauftragung geplant. Voraussetzung ist jedoch, dass Regiobus bestimmte Wirtschaftlichkeitskriterien erfüllt. Gleichzeitig sollten nach Aussage der Region hohe Standards im Öffentlichen Personennahverkehr erhalten bleiben. „In den kommenden Jahren muss sich das Unternehmen so gut aufstellen, dass es im Wettbewerb mithalten kann. Nur so wird ein öffentlicher Dienstleistungsauftrag durch die Region möglich“, beschrieb der Aufsichtsratsvorsitzende Ulrike Thiele die Herausforderungen, die vor den beiden neuen Geschäftsführerinnen lägen.
Der bisherige Geschäftsführer von Regiobus, Dr. Hans-Georg Martensen, hatte im November überraschend angekündigt, sein Amt zum Jahresende niederzulegen. Nach heftigen Angriffen in der öffentlichen Berichterstattung hatte er mitgeteilt, Schaden vom Unternehmen und von seiner Person abwenden zu wollen. Regionspräsident Jagau dankte Martensen für seine Arbeit: „Er hat Regiobus in den vergangenen acht Jahren zuverlässig weiter entwickelt – trotz schwerer werdender Bedingungen.“