Der Nachwuchs der Feuerwehren der Region Hannover zeigte sein Können in Großburgwedel

Das Kugelstoßen ist einer der schwierigsten Disziplinen bei der Abnahme der Leistungsspange. (Foto: Renate Tiffe)
 
So sieht die begehrte Leistungsspange aus. Burgwedels Bürgermeister Axel Düker steckt sie einem der erfolgreichen Teilnehmer an. (Foto: Renate Tiffe)

Ein Beitrag von Renate Tiffe - Insgesamt 34 junge Gruppen gingen in die Prüfungen für die begehrte Leistungsspange

REGION HANNOVER/GROSSBURGWEDEL (ti). Es war ein beeindruckendes Bild als sich am Schluss des Wettkampfsonntags der Feuerwehrnachwuchs der Region in einem riesigen Halbkreis auf dem weiten Sportgelände des Schulzentrum Auf der Ramhorst aufgestellt hatte. Die Verleihung der Leistungsspange stand bevor. 28 der 34 beteiligten Gruppen hatten die höchste Auszeichnung erlangt, die in der Jugendfeuerwehr vergeben wird - ein sehr begehrtes Abzeichen.
Genau genommen handelt es sich bei der sogenannten Leistungsspangenabnahme nicht um einen klassischen Wettkampf sondern um einen Nachweis der sportlichen und feuerwehrtechnischen Leistungsfähigkeit der Jugend. Es fand dann auch keine Siegerehrung statt sondern eine Ernennung nach dem Ordensgesetz.
Die Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren, aufgeteilt in örtliche Gruppen bis zu neun Jungen und Mädchen, hatten sich in fünf Disziplinen zu messen: der Schnelligkeitsübung beim Schlauchlegen, einem Löschangriff, beim Staffellauf und Kugelstoßen. Am Ende waren noch 15 Minuten lang Fragen aus dem Bereich der Feuerwehr, aber auch aus Gesellschaft und Jugendpolitik zu beantworten.
In allen Fällen zählte das Gruppenergebnis, bei dem bestimmte Vorgaben eingehalten werden mussten. Die erlangten Werte summierten sich nach einem Punktesystem, bei dem maximal 24 Punkte zu erreichen waren.
Der Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing zeigte sich mächtig stolz, als er für eine Gruppe, die Jungen aus Luthe, die außergewöhnliche Leistung von 23 Punkten verkünden konnte.
Ausgerechnet die Gruppe des Gastgebers war diesmal vom Pech verfolgt. Für die Burgwedeler – vier Jungen, vier Mädchen – reichte die Weite beim Kugelstoßen trotz Wiederholung nicht aus. Der Staffellauf vorher war super gelaufen. Bei der Generalprobe hatte es noch geklappt. Enttäuschung machte sich auf den Gesichtern breit, nicht nur bei den Jugendlichen, auch bei den Betreuern und Offiziellen, die mit großem Aufgebot erschienen waren.
Neben der Feuerwehrspitze waren der Landtags- und Regionsabgeordnete Rainer Fredermann, die Bürgermeister von Burgwedel und Großburgwedel, Axel Düker und Rolf Fortmüller, sowie die Leiterin des Ordnungsamtes Andrea Stroker anwesend Alle hätten eine große Leistung gezeigt. Die Anmeldung schließe auch die Möglichkeit eines Scheiterns mit ein. Davon gehe die Welt nicht unter, tröstete Düker die jungen Burgwedeler später. Bei den nächsten Prüfungen seien sie wieder dabei. Es gebe noch eine Chance demnächst in Diepholz, meinte der stellvertretende Jugendwart Jörg Hendricks.
Besser dran waren die Isernhagener. die mit vier Jungen und drei Mädchen 16 Punkte schafften. Ebenfalls 16 Punkte erreichten die Gruppen aus Lehrte/Ahlten/Steinwedel und Uetze I. Die Gemeinden Sehnde und Wedemark waren mit jeweils zwei Gruppen angetreten, die gute Ergebnisse erzielten, Sehnde 18 und 19 Punkte, die Gruppe II aus der Wedemark trug sogar 20 Punkte davon.
Zwar war das allgemeine Publikumsinteresse an dieser Veranstaltung eher gering. Anerkennung durch Anwesenheit von offizieller Seite gab es nicht nur aus Burgwedel sondern auch von weiteren Abgeordneten der Region. Die stellvertretende Regionspräsidentin Doris Klawunde sprach zu den Jugendlichen und der Vorsitzende des Feuerschutzausschusses Sascha Glade überzeugte sich von ihrer Leistungsbereitschaft zum Wohle der Allgemeinheit.
Viel Lob gab es für die Burgwedeler Freiwillige Feuerwehr für die ausgezeichnete Organisation. Neben der Vorbereitung der Wettkampfplätze galt es 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu versorgen, dazu noch etwa 150 Betreuer. Die Leistungsspangenabnahme wird einmal im Jahr durchgeführt, jeweils in einer anderen der 21 Städte und Gemeinden der Region.