CDU-Kreisparteitag Hannover-Land: Alle Klinikums-Standorte müssen erhalten bleiben!

Der alte und neue Vorsitzende Hendrik Hoppenstedt: „Unser Kompass ist das Wohl der Menschen“. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Traumergebnis bei Wiederwahl für den Vorsitzenden Hendrik Hoppenstedt

RETHMAR/REGION (hdb). Per Dringlichkeitsantrag hat der CDU-Kreisparteitag Hannover-Land einhellig den Erhalt aller Standorte von Regionskrankenhäusern gefordert. Geschlossenheit demonstrierten die 205 Delegierten im Theatersaal des Gutshofes Rethmar auch bei den fälligen Vorstandswahlen.
Die aktuell heftig diskutierte „Medizin-Strategie 2020“ sieht unter anderem die Schließung der Krankenhäuser in Lehrte und Großburgwedel und als Ersatz einen Neubau an noch nicht festgelegtem Standort vor. Das aber wird mit der Umland-CDU nicht zu machen sein, wie der alte und wiedergewählte Vorsitzende Hendrik Hoppenstedt (Burgwedel) ebenso bekräftigte wie Bernward Schlossarek (Lehrte) als Vorsitzender der Regionsfraktion. Seine entsprechende Resolution zum „dauerhaften Erhalt“ aller Standorte stieß nur bei einem Delegierten auf Ablehnung.
Die Repräsentanten des mit 4.600 Mitgliedern größten Kreisverbandes in Norddeutschland ließen aber auch an anderen politischen Entscheidungen der rot-grünen Regionsmehrheit kein gutes Haar. Als falsche Weichenstellung der „nervösen Genossen“ und der „ernüchterten Grünen“ sieht Hoppenstedt beispielsweise auch die Müllgebühren und die „skandalöse Wahlkampfmotivationskampagne des Sozialdemokraten Priebs“ bei der Stichwahl zum Regionspräsidenten.
Schlossarek, der sich nach seiner von Eberhard Wicke (Garbsen) übernommenen Funktion „im Auge des Orkans“ sieht - wo laut Tagungspräsidentin Maria Flachsbarth allerdings normalerweise Windstille herrscht - , verstieg sich zu der Behauptung: „Die Region wird unter Niveau verwaltet“. Den Regionspräsidenten Hauke Jagau nannte der Lehrter Studiendirektor „die Abrissbirne und nicht etwa den Heilsbringer der Region“.
Hendrik Hoppenstedts Wiederwahl mt 97,5 Prozent ihrer Stimmen für weitere zwei Jahre war unter den 205 Delegierten ebenso unumstritten wie die Bestätigung seiner bisherigen Stellvertreter Bernward Schlossarek (Lehrte) und Jens Lüders (Sehnde). Für den mit viel Beifall verabschiedeten Kreisschatzmeister Hans-Ulrich Schneider - noch mehr Ovationen erhielt lediglich der nur knapp unterlegene Regionspräsidenten-Kandidat und künftige Beisitzer Axel Brockmann (Wunstorf) - rückte Sebastian Lechner (Neustadt) in die Führungsriege auf. Zur neuen dritten Stellvertreterin wählten die Delegierten Barbara Konze (Hemmingen).
Wie der Kreisparteitag mit geistlichem Beistand von Pfarrer Roman Blasekiewicz eröffnet wurde, so schloss die Versammlung, aus deren Mitte heraus eine stärkere Unterstützung für die CDU-nahen Vereinigungen und eine Grundsatzdebatte zur Einsatzfähigkeit der Bundeswehr gefordert wurde, mit dem Singen der Nationalhymne.